Terror Islam



   

Terror Islam

Auch in der arabischen Welt gibt es Stimmen, leider sind es viel zu wenig Rufer in der Wüste, die der islamistischen Verrohung entgegentreten. Abdel Rahman al-Rashid, Direktor des in Dubai stationierten 24-Stunden Nachrichtensenders Al Arabiya spricht Klartext: Fest steht: Nicht alle Muslime sind Terroristen. Fest steht aber auch: Fast alle Terroristen sind Muslime. Das einzugestehen ist sehr betrüblich."

In der Tat, wo immer heute ein grosses Verbrechen oder Unglück geschieht, instinktiv stellt sich die Frage, ob wieder einmal islamische Fanatiker zugeschlagen haben. Das Terrorattentat im Schulhaus von Beslan übertrifft in seiner Grausamkeit, Gnadenlosigkeit und Unbarmherzigkeit selbst den Anschlag auf das World Trade Center in New York. Wer mit voller Absicht unschuldige Schulkinder als Geiseln gefangen nimmt und misshandelt, hat die Evolutionsstufe, um zu Recht als Mensch eingestuft zu werden, definitiv verlassen.

Die westliche Welt befindet sich de facto in einem von den Islamisten aufgezwungenen Kriegszustand. Die Kampfansagen und all die Terrorakte der Al Kaida und ihrer Gesinnungsgenossen gegen die Werte des Westens entsprechen einer Kriegserklärung. Terrorismus ist Krieg. Er richtet sich bewusst gegen Unschuldige. Die Gesellschaft soll im Marke getroffen werden, um diese auf intrigante Weise zu destabilisieren. Unsere Demokratien sind leider bereits geschwächt. Die geheimen und illegitimen CIA-Foltergefängnisse, deren Existenz vom geistig überforderten US-Präsidenten Bush nach Jahren des Leugnens am 6. September 2006 erstmals offiziell eingestanden wurden, sind die völlig falsche Antwort. Die Al Kaida hat tatsächlich bereits einen Etappensieg errungen. Demokratische Werte, wie die absolute Ächtung der Folter und Betonung der Menschenwürde, wurden viel zu stark ausgehöhlt. Wir passten uns den andern an. Eine Spirale, die stetig abwärts führt!

Tatsache ist, wir kommen um ganz unangenehme Fragen nicht herum. Wann findet die Justiz eine glaubhafte Antwort auf Terrordelikte mit drastisch beschleunigten Justizverfahren, wie in Kriegszeiten praktiziert? Mit den Instrumenten der heutigen Justiz verfügen wir über keine griffige Antwort, um auf eklatante Bedrohung unserer freien Gesellschaft durch den internationalen Terrorismus adequat zu reagieren. Anstatt heimlich und feige das illegale und abscheuliche Treiben der CIA in Europa halbherzig zu tolerieren, sollten wir ehrlichere Abwehrmassnahmen treffen. Eine rasche und schlagkräftige Justiz entwickeln, die tatsächlich eine Abschreckung erzielt. Weil die zukünftigen Täter wissen, ihre Untaten würden unverzüglich geahndet. Streng geahndet, aber im Namen des Gesetzes und unter Ausschluss von Tortur und Gewalt.

Unsere hochentwickelte Justiz, konzipiert für eine reife und kosmopolitische Gesellschaft, mit klarer Betonung auf dem Gedankengut der Toleranz und der Achtung vor dem Individuum, wird von diesen Hetzern und Verblendeten ad absurdum an der Nase rumgeführt. Da die terroristische Täterschaft über reichliche finanzielle Mittel verfügt, wird der Rechtsweg ausnahmslos über sämtliche Instanzen ausgenutzt. Die Hauptkosten für diese jahrelang geführten und ausufernden Prozesse bezahlt der westliche Steuerzahler. Selbst die grössten Missetäter und Aufhetzer verschaffen sich auf diese Art Verschnaufpausen von Jahren, bevor sie an ihre bedeutend weniger zimperlich reagierenden Geburtsländer ausgeliefert werden können. Erst nachdem sie das entsprechende Gastland in Millionenhöhe geschädigt haben, fliegt dieser Abschaum in Sondermaschinen in die Heimatländer zurück, sofern überhaupt ein Abkommen über die Rücknahme dieser verblendeten Massenmörder besteht.

Während sich die Armeen mit ständig neuen Leitbildern und modernen Waffentechnologien der globalen Veränderung und Bedrohungssituation anpassen, glaubt die Justiz weiterhin daran, mit Samthandschuhen den Krieg gegen den unsere Gesellschaft zerstörenden Terrorismus zu führen. Europa zeigt sich stolz, die Todesstrafe abgeschafft zu haben. Aber kann diese Errungenschaft langfristig auch bezahlt werden? Ein einziger Tag im Hochsicherheitsgefängnis kostet den Steuerzahler Euro 200 und mehr. Wenn die Justiz ihren Auftrag nicht mehr im nationalen Interesse und sicherlich in noch grösserem Masse zur Aufrechterhaltung des religiösen Friedens ausführen kann, dann gleitet Europa Richtung Chaos, zu offenen Wutausbrüchen mit all seinen Konsequenzen ab. Und diese Wut wird die Falschen treffen. Den unschuldigen islamischen Immigranten, der zufällig in der Nähe wohnt.

In Deutschland wird in allen Zeitungen berichtet, Millionen von Bürgern müssten wegen Hartz 4 ihren Gürtel viel enger schnallen. Im meistgelesenen deutschsprachigen Magazin, im "Stern" wird gleichzeitig in einer Reportage erwähnt, wie ein deutschstämmiger islamischer Terrorist monatliche Observierungskosten von Euro 50.000 verursacht. Können unsere nördlichen Nachbarn sich solch einen Unsinn überhaupt noch leisten und das Steuergeld derart verpulfern? Leben wir eigentlich noch in Mitteleuropa oder bereits in Absurdistan? Eine solch dreiste Geldverschleuderung, um einem hämisch grinsenden Menschenverächter die bestmögliche private Entfaltung gemäss Grundgesetz zu gewährleisten, hat viel mit Dekadenz und einer falsch verstandenen Ethik zu tun. Ein Staat, der zu solch absurden Massnahmen gezwungen wird, um ja nicht sein Grundgesetz zu verletzen, hat sich schleunigst an seine Hausaufgaben zu machen. Jeder Hartz 4-Empfänger muss innerlich schäumen, wenn er vernimmt, welche Mittel für den zimperlichen Umgang mit diesen religiösen Fanatikern zur Verfügung stehen. Auch in der Schweiz sind die Verhältnisse leider allzu ähnlich. Der Nachrüstungsbedarf für eine schlagkräftige und effiziente Justiz ist in Europa überfällig.

Auch die Einführung von Kriegsrecht muss im ganzen Westen ins Auge gefasst werden. Alles andere ist ein gefährliches Wegschauen und verweichlichte Dekadenz. Diese Verschärfung der Gesetze dient nicht nur dem Schutze der Demokratien, sondern wird insbesondere der überwältigenden Mehrheit der bereits ansässigen Muslime zugute kommen, die ein friedliches und ehrliches Leben in ihren Gastländern führen wollen. Wenn wir den islamistischen Abschaum aber nicht endlich mit Härte und Konsequenz verfolgen, schlägt der Hass der geplagten und verunsicherten Bevölkerung generell auf alle Muslime rüber. Und die Geschichte zeigt es, die Zeche bezahlen beinahe immer die Falschen.

Auch in der Dritten Welt wird im Namen des Islams getötet. Die muslimischen Reiterbanden im Sudan vergewaltigen und morden jetzt nicht mehr nur die schwarze christliche Minderheit, sondern neuerlich selbst ihre schwarzen Glaubensbrüder. Wir Christen aus der Ersten Welt bezahlen die UNO- und IKRK-Kosten, um diese Muslime vor dem Tode durch ihre eigenen Glaubensgenossen, die auf uns mit blosser Verachtung herabsehen, zu bewahren. Diese unrühmliche Tatsache sollte den noch zur Vernunft hin tendierenden Mohammedanern in Erinnerung gebracht werden. Muslime töten Muslime und die islamischen Gesellschaften sind nicht fähig, diesem Verbrechen, das vor ihrer eigenen Haustür stattfindet, den Riegel zu schieben.

Abdel Rahman al-Rashid beklagt: "Ob man die Attentate in ihrer Gesamtheit betrachtet oder jedes für sich: Diese Bilder sind grausam, beschämend und entwürdigend für uns Muslime. Was sie zeigen, ist wirklich geschehen. Dieser Realität sollten wir uns stellen, statt uns vor diesen Bildern zu verstecken oder sie gar zu rechtfertigen und wie so oft in wohlklingenden Texten und Predigten unsere grossen historischen Leistungen zu beschwören. Es wäre ein Leichtes, uns selbst zu kurieren, wenn wir nur anerkennen würden, dass wir in einer kranken Gesellschaft leben. Diese Selbsterkenntnis wäre der erste Schritt zur Besserung. Die Terroristen sind unsere Söhne. Unsere verstümmelte Kultur hat sie zu dem gemacht, was sie sind. Es liegt an uns, sie aufzuhalten."

Dieser Mann zeigt Mut. Eine solch direkte Sprache mag in einer offenen Gesellschaft wie in der freien Schweiz an der Tagesordnung liegen. In einer religiös verblendeten Umgebung führt sie zu einer gefährlichen Exponierung. Eine derart ungeschminkte Selbsterkenntnis genügt fehlgeleiteten Islamisten vollauf, solch ehrliche, aufgeweckte und noble Vertreter des Islams zum Schweigen zu bringen. Wenn aber die letzten Mahner zur Mässigung verstummen, dann wird es noch gefährlicher auf unserem Erdball.

Der ganze Nahe Osten ist eine kranke Region. Mit noch kränkeren und totalitäreren Gesellschaftsformen, in denen leider tatsächlich nur noch eine verstümmelte Kultur gedeiht. Kein einziges semitisches Land respektiert bedingungslos die Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Vielleicht stehen sie auf dem Papier, aber in der Praxis sieht es je nach Land ganz anders aus. Ob Islam oder Judentum, die Religion übt eine zu starke Rolle und zu grosse Machtentfaltung im öffentlichen Leben aus. Während dies im Falle Israels in gewissen Masse nachvollziehbar ist, da dieses Land sich in seiner Existenz bedroht fühlt und aus Angst überreagiert, könnten die arabischen Länder ohne ihre Identität zu verlieren, den klerikalen Einfluss zum Wohle des Weltfriedens zurückbinden.

Bedroht der Islam unsere multikulturelle Gesellschaft?

Der Islam kann tolerant oder aggressiv ausgelegt werden. Ähnlich wie alle andern Weltreligionen steckt auch er voller Widersprüche und Inkongruenzen. Es ist schlussendlich aber immer der einzelne Mensch, der Imam, der den Ton angibt und die Gläubigen aufhetzen oder zur Besonnenheit aufrufen kann. Die Mentalität, Charakterveranlagung und menschliche Reife der Imame entscheidet über das Zusammenleben mit der Christenheit und andern Glaubensbekenntnissen.

Um ihnen dies an einem praktischen Beispiel zu erläutern, möchte ich anhand meiner eigenen erlebten Militärzeit aufzeigen, wie der einzelne Mensch in einem geschlossenen oder totalitären System unverhältnismässig das Umfeld prägen kann. In der Infanteriekaserne Zürich gab es zu meiner Zeit einen Schulkommandanten im Range eines Obersten, Instruktoren für jede Kompanie im Mayors- oder Hauptmannsrange und Oberleutnants, die den Kompaniekommandanten abverdienten, um Hauptmann zu werden. Auf der Zugsstufe dienten Leutnants und als Unteroffiziere gab es Korporale. Über uns allen stand das Militärgesetz, das vom Schulkommandanten, der offensichtlich auch Humor besass, wie folgt kurz erklärt wurde:

Paragraf 1: Der Vorgesetzte hat immer Recht. Paragraf 2: Sollte der Vorgesetzte wider aller Erwartungen trotzdem einmal Unrecht haben, tritt automatisch Paragraf 1 in Kraft.

Man könnte nun annehmen, für alle Rekruten sei der Militärdienst in etwas der Gleiche gewesen. Dem war aber nicht so. Es gab riesige Unterschiede. Nicht das Militärgesetz, nicht der Schulkommandant, nicht das geschriebene Wort ist entscheidend. Der direkte Vorgesetzte, der Oberleutnant prägt das Leben einer Kompanie. Wenn ein Streber oder Komplexhaufen, oder noch schlimmer, die Kombination davon auf Kosten der Soldaten sich profilieren will, in seinem Ergeiz die andern Kompaniekommandanten immer auszustechen trachtet, dann wird der Dienst für die Untergebenen zur Hölle. Diese rücksichtslosen Streber gehen über Leichen, wenn sie nur weiterkommen. Unser Kompaniekommandant, eine Miniaturausgabe von Mann, aber immer noch etwas grösser als ein Liliputaner hiess kompanieintern, inklusive der ihm unterstellten Offiziere, nur das Giftzwergchen. Aber dieses Imponierkerlchen hat es uns gegeben.

Die Virulenz des Islams beruht nicht ausschliesslich in seiner Botschaft. Der Koran enthält in völliger Inkonsequenz neben Aufrufen zur Toleranz auch einige extreme Befehle zur Missionierung der Andersgläubigen. Diese brutalen Missionierungsaufrufe gilt es zu reformieren, wie auch das Dogma von der Unfehlbarkeit und Endgültigkeit der Lehre Mohammeds. Da aber von allen drei "Weltreligionen", die aus der gleichen intoleranten Quelle stammen, keine reformatorische Einsicht zu erwarten ist, müssen religiösen Dogmen wie die gewaltsame Missionierung, die Behauptung der Unfehlbarkeit, die Definition der Minderwertigkeit der Frau etc. per Gesetzgebung in den Grundrechten betreffend Religionsfreiheit verboten und entschärft werden.

Die Militanz des Islams fusst nicht in erster Linie in seiner Theologie, sie versteckt sich anderswo. Für mich eine Enttäuschung; immer werden die politischen und wirtschaftlichen Umstände als Erklärungen herangezogen, aber die dem Islam inhärente Dynamik wird übersehen. Meiner Ansicht nach wird diese verhängnisvolle Dynamik einfach nicht erkannt. Der Islam ist gegenüber anderen Glaubensbekenntnissen dominant, nicht wegen seiner härter formulierten Botschaft, sondern aufgrund seiner praktizierten Form, seinen den Gläubigen aufoktroyierten Verhaltensdogmen. Der Zwang zur tagtäglichen Eingliederung in die Gruppe, beschneidet das Individuum in seiner freien Gestaltung seines Lebens.

Ganz wenige Menschen äussern den Wunsch und haben die Kraft, völlig alleine, nur auf sich gestellt, durch die Welt zu gehen. Selbst asoziale Aussenseiter suchen sich ihre Gruppe, in der sie Achtung, eine gewisse Geborgenheit und Schutz finden. Der normale Mensch braucht den andern Menschen, um aus der gegenseitigen Resonanz Selbstwertgefühl und menschliche Anteilnahme zu erhalten. Nur die Gruppe macht den Einzelnen stark und sie gibt ihm auch moralischen Halt. Im Westen mit seiner kalten und leistungsorientierten Gesellschaft bleibt das Gefühl der Gruppe, der Geborgenheit und Solidarität bei immer mehr verunsicherten Menschen auf der Strecke. In den Unternehmungen heisst es heute "Hire and Fire" und die Familien haben als Band des Schutzes des einzelnen Familienmitgliedes immer mehr an Bedeutung verloren.

In den Landeskirchen kommt ebenfalls kein Gruppengefühl auf, da die meisten Gläubigen nicht mal den eigenen Pfarrer oder Priester persönlich kennen. Man trifft sich viel zu selten und zu unregelmässig, um von einem Gemeinschaftsgefühl sprechen zu können. Aus diesem Manko erhalten Sekten Zulauf von Menschen, die ohne Vereinsamung und Angst vor dem Leben, niemals für den vorgebrachten Stumpfsinn empfänglich wären. Nur um einer Gruppe anzugehören, etwas Geborgenheit, vielleicht sogar Liebe zu erhalten, unterwerfen sie sich unfähigen, spirituellen Führern. Der Mensch lechzt nach Liebe und Zusammengehörigkeit, auch wenn viele von uns aus einem falschen Stolz heraus, dies nicht eingestehen wollen.

Das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit

Mohammed hat instinktiv einen wunden Nerv der Menschheit getroffen. Die grösste Gefahr und die eigentliche Kraft des Islams steckt in seiner ihm eigenen Gruppendynamik. Eine Dynamik, die der Masse bedarf und im Gleichschritt mit ihr, eine überproportional anwachsende Energie entwickelt. Ein Monstrum, das den Islam definitiv und unhaltbar ausufern lässt, sobald er die Religionsmehrheit in einem Staate erlangt hat. Seine kulturelle Bereicherung und Dialogfähigkeit als Glaubensgemeinschaft in der Diaspora, funktioniert ab einer kritischen Grösse und Machtentfaltung leider nicht mehr. Diese Aussagen sind weder Polemik noch Angstmacherei, sie werden von der Geschichte hieb- und stichfest belegt. Wir können aus falsch verstandener Toleranz oder aus Bequemlichkeit vor der erlebten Vergangenheit die Augen verschliessen. Aber es soll keiner kommen: "die Geschichte lügt." Es gibt die hartgesottenen, dreistdummen Holocaust-Lügner, aber viele Menschen wie Du und ich, übersehen gewisse unangenehme Wahrheiten ebenfalls geflissentlich.

Bei Bevölkerungsmehrheit im Staate wird die gruppeninhärente Dynamik des Islams zur Bedrohung für alle anderen Kulturen. Wie Unkraut alles andere überwuchert und die ursprüngliche natürliche Vielfalt der Arten unterdrückt, hat der Islam alle vor ihm bereits bestehenden Kulturen und Religionen beiseite gedrückt. Selbst in der Türkei, dem einzigen muslimischen Land mit laizistischer Verfassung, ist die Religionsfreiheit für Christen auch heute noch nicht garantiert. War vor hundert Jahren noch jeder fünfte Osmane in Kleinasien ein Christ, so ist die Christenheit heute auf kümmerliche 0,1% der türkischen Bevölkerung geschrumpft. Die jüdischen und christlichen Gemeinden sind sozusagen verschwunden und auch die mohammedanischen Aleviten, die für Religionsfreiheit (Laizismus), Menschenrechte und die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft eintreten, sind Bürger zweiter Klasse im eigenen Lande. Von religiöser Pluralität kann man mit absoluter Sicherheit im arabischen Raum und in ganz Nordafrika nicht sprechen. Die einzige Ausnahme sind die alten Kopten in Ägypten. Sie praktizierten das Christentum seit Jahrhunderte vor dem Siegeszug des Islams in Ägypten. Auch die Kopten leiden unter Schikanen und Einschränkungen und halten sich deshalb ganz bewusst im Hintergrund.

Während das von den offiziellen Kirchen praktizierte Christentum in Europa viele Gläubige nicht mehr erreicht, die Landeskirchen schrumpfen und auf der Suche nach der Wahrheit haben viele Menschen auch vor der Berührung mit andern Religionen und Ideen überhaupt keine Angst, scheint der Islam keinen einzigen Gläubigen zu verlieren. Nur schon aus diesem Grunde sollte man annehmen, die Europäer würden mit Respekt zu dieser Religionsgemeinschaft aufschauen. Üblicherweise werden Sieger verehrt und als Vorbild betrachtet und entsprechend nachgeahmt. Dem ist aber nicht so. Der Islam vermittelt dem aufgeklärten Menschen ein mehr als zwiespältiges Bild. Er sieht eine Religionsgemeinschaft, die wie versteinert in den eigenen Dogmen erstickt. Die Rechte der Frau werden unterdrückt, die Femina wird praktisch aus der Öffentlichkeit verbannt. Tagesschau-Berichte aus Arabien oder Pakistan erwecken den Eindruck, als existierten überhaupt keine Frauen.

Welche Religion oder welche Gesellschaftsform ist aber tatsächlich die Stärkere? Ich habe hier ganz bewusst Gesellschaftsform geschrieben, da der Islam Religion, Politik und Justiz verknüpft und in der gelebten Praxis in allen muslimischen Ländern, ohne Türkei, eine Gesellschaftsform darstellt. Was spricht gegen die Ansicht, der Islam sei der klare Sieger, da keiner seiner Gläubigen austritt, aber immer häufiger vereinsamte und verunsicherte Christen zum Islam konvertieren?

Wie kann ein Saudi aus seiner Religionsgemeinschaft austreten, wenn er fünfmal täglich von den Religionshütern zum Gebet geprügelt wird? Würde er sich die Freiheit herausnehmen, einmal dem lieben Gott nicht zu huldigen und ins Kaffeehaus gehen, brächte ihm dieses Verhalten seine soziale Ächtung und gesellschaftlichen Ruin. Ist es wirklich ein Zeichen der Stärke, wenn das Gebet obligatorisch ist? Ist es ein Beweis der inneren Überzeugung und der Überlegenheit des mohammedanischen Glaubens, wenn der Areligiöse mit bedingungsloser und harter gesellschaftlicher Ächtung und Ausgrenzung bestraft wird? Religionsfreiheit, wie wir sie in Europa auslegen, beinhaltet auch das Recht, aus der eigenen religiösen Gemeinschaft auszutreten und sich einer andern Religion anschliessen. Der mündige Mensch sollte eigentlich die Freiheit besitzen, selbst die Entscheidung zu treffen, wo und wie häufig er sich an seinen Schöpfer wenden möchte. Sonst kommt es zur geistigen Vergewaltigung und zum Druck der Masse. Nicht das Individuum entscheidet, die Obrigkeit, die Kirche befiehlt, was für den Einzelnen gut ist. Solche Zustände verstossen gegen die Meinungsfreiheit und sind keineswegs achtenswert. In Europa kannten wir ähnlich intolerante Gesellschaftsstrukturen, die wir erst in der Epoche der Aufklärung mit einem hohen Blutzoll hinter uns liessen. Wir brauchen das Rad der Zeit wirklich nicht zurückzudrehen.

Wie keine andere Religion betrachtet sich der Islam in seiner Selbsteinschätzung nicht nur für das Seelenheil zuständig. Er verlangt ultimativ auch die Verantwortung und Übertragung der Macht für den Bereich der Politik und Gesellschaft. Anstelle eines Grund- oder Zivilgesetzes wie in allen modernen Staatswesen üblich, haben viele islamischen Staaten den Islam als Verfassung. Je nach Land sind 20% - 40% aller Mohammedaner als strenggläubig einzustufen. Wird die Scharia als Gesetz angewandt, die sich gegen die Menschenrechte und insbesondere gegen die Entfaltung der Frau richtet, schreiten diese Nationen zurück ins Vormittelalter, zurück in die menschliche Steinzeit. Zurück zu einer inhumanen Justiz, die Steinigungen anordnet und auch ausführt.

Während in modernen Staaten die Exekutive, Legislative, Justiz und Kirche getrennte Machtblöcke darstellen, welche aus Eigeninteressen oder Eigennutz ihre Machtpositionen gegeneinander ausspielen, läuft in den islamischen Länder, die Macht bei einigen wenigen Leuten zusammen. Diese Personen erhalten dadurch eine unakzeptable und gefährliche Machtfülle, die jeglicher Willkür und Ungerechtigkeit Tür und Tor öffnet.

Jede Organisation und dies gilt selbstverständlich auch für Religionsgemeinschaften, die keine Austritte akzeptieren oder in der Praxis kennen, sind generell als gefährlich einzustufen. Sie besitzt offensichtlich sektenähnliche Charakterzüge. Zu Zeiten Adolf Hitlers gab es bei der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter Partei) nur Parteieintritte und keine Abgänge. Die einzigen Parteimitgliederverluste waren die an der Front oder durch Bomben gefallenen Soldaten und Zivillisten. Warum wohl? Ein freiwilliger Parteiaustritt hätte ganz böse Konsequenzen nach sich gezogen. Aus Angst und zur persönlichen Sicherheit wollte jedermann lieber dabei sein. Sich gehorsamst unterordnen, weil eine Ausgrenzung aus dem Kollektiv unverhältnismässig teuer bezahlt wurde. Dieser Vergleich soll keinesfalls den Islam mit der Nazi-Ideologie gleichstellen. Es geht hier lediglich darum, ein gesellschaftspolitisches Phänomen aufzuzeigen, wie eine übermächtige Ideologie die Meinungsvielfalt abwürgt. Zu diesem Zwecke erlauben sie mir einen kurzen Abstecher in die Psychologie, um ihnen das Verhalten der menschliche Natur etwas genauer zu erklären. Um den Islam wirklich zu verstehen, wäre es völlig falsch, nur den theologischen Ansatz zu studieren. Wir müssen den Einzelnen, das Individuum und die Gruppe begreifen! Analysieren wie der einzelne Mensch reagiert und handelt! Darum kommen wir um die Psychologie nicht drum herum.

Das Monstrum Masse oder die Entartung des Einzelnen

Jede Medaille hat zwei Seiten und auch in der Psychologie gibt es sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen oder Interpretationen. Es sollen hier zwei berühmte Ärzte und Psychologen zu Wort kommen. Beide waren ursprünglich Schüler Freuds, die sich von diesem schliesslich abwandten und die noch junge Lehre der Psychologie mit ihren eigenen Erkenntnissen vertieften und ergänzten. Beim einen handelt sich um den Österreicher Alfred Adler, der dem Monismus anhing. Eine These, die jede Erscheinung auf ein einheitliches Prinzip zurückführt: "Der Mensch ist generell von Natur aus gut". Der zweite Arzt und Psychologe, der Schweizer Carl Gustav Jung hingegen vertrat den dualistischen Ansatz, der die Zweiheit oder Gegensätzlichkeit betont: "Die menschliche Natur besteht nicht nur aus Licht, sondern auch aus reichlich Schatten".

Adler betonte die Bedeutung der sozialen Existenz. Der Mensch ist zwingend auf die Gemeinschaft hingewiesen, da er von der Mutter Natur stiefmütterlich ausgerüstet wurde. Alleine würde er eine Beute wilder Tiere. Nur die Gemeinschaft verhinderte die Ausrottung der menschlichen Spezies. Die Schwächeren schliessen sich zusammen und daraus erwachsen ihnen Kräfte, um das Dasein erfolgreich zu verwirklichen. Es liegt im Wesen der Schwächlichkeit, die den Menschen zur Gemeinschaft zwingt. Adler erkannte wie Jung auch die massenpsychologischen Effekte. Er wertete sie aber im Gegensatz zu Jung eindeutig positiv. Gemäss Adler stellt die Masse das Gemeinschaftsgefühl viel stärker in den Vordergrund als der Einzelne es tun könnte und daraus erklärt sich seiner Ansicht nach das massenpsychologische Phänomen. Wenn die Masse sich bewegt und Wünsche formuliert, wird ein jeder im Strudel mitgerissen. Die eigenen Überlegungen und Gedanken werden zurückgedrängt und in der Masse handelt das Individuum anders, ale es alleine entscheiden würde.

Eine gegensätzliche Erkenntnis und Bewertung stammt von C. G. Jung, ehemaliger Direktor der psychiatrischen Anstalt Burghölzli in Zürich. Jung erkannte, ein Gruppenerlebnis findet auf einem tieferen Bewusstseinsniveau statt, als wenn es individuell erlebt wird. Jeder von uns hat das schon gesehen oder persönlich erlebt. Wenn sich viele Menschen in einem gemeinsamen Gemütszustand versammeln, entsteht eine Art Gesamtseele aus der Gruppe, die in ethischer Wertung hierarchisch unter derjenigen der Einzelseele steht. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch von der Massenpsychose gesprochen, wie beispielsweise die von Pop Konzerten bekannte Hysterie und die Schreikrämpfe der Teenies. Bei grossen Massenveranstaltungen kann diese Gesamtseele sozusagen auf das Niveau einer Tierseele absinken. Der Mensch verliert seine Individualität und wird das Opfer seiner Suggestionsempfänglichkeit. Er entledigt sich zu einem Teil oder ganz seiner Eigenverantwortung und ergibt sich seinen Urinstinkten.

Drei konkrete Beispiele aus dem Sport, der Politik und Religion sollen diese Aussagen veranschaulichen. In London war ich als "neutraler" Zuschauer bei einem Stadtrivalen Fussball Derby dabei. Wir alle wissen, Fussball wird in England sehr ernst genommen und es geht in der First Division auch um viel Geld und Prestige. Als bei einem Foul, der Schiedsrichter nicht pfiff, brüllte mein Stehnachbar wütend los: "Tötet den schwarzen Bastard" und wiederholte den Schlachtruf gleich nochmals. Daraufhin habe ich mir den Mann genauer angeschaut. Er war ein junger sympathischer Mann, um die 27 Jahre alt mit feinen Gesichtszügen. Kein Hooligan, ein korrekt angezogener Typ, mit dem man problemlos nachher im Pub ein Glas heben könnte. In der Anonymität der Masse hat er seine ganze Wut und vielleicht auch die von anderswo aufgeladenen Frustrationen vom Leibe gebrüllt und ein in jeder Hinsicht lachhaftes Strafmass verlangt. Eine Strafe, die er alleine und zu einem späteren Zeitpunkt auch nie mehr ernsthaft fordern würde.

Das zweite Beispiel stammt aus der Politik. Die grössten und professionellsten Massenverführer des letzten Jahrhunderts waren die Nazis. Seien wir mal ehrlich, diese gewaltigen Aufmärsche und Inszenierungen von Zehntausenden im Gleichschritt paradierenden Soldaten und Parteimitgliedern mussten jeden Anwesenden berauschen. Wer konnte sich dieser Suggestion entziehen, besonders wenn die von weither angereisten Gleichgesinnten, ihre angehimmelten "Götter" feiern wollten. Die Frauen weinten nur schon vor Entzückung, wenn der Führer an ihnen vorbeifuhr. Eine Szene blieb mir speziell in Erinnerung. Als Goebbels die Masse befragte: "Wollt ihr Kanonen oder Butter?" gab es nur eine Antwort, welche die vor Begeisterung ausgerastete Menge zurückbrüllte. So ab 1944 wie auch in den Nachkriegsjahren hat das Ansehen und der Wert der Butter im Grossraum Deutschland unerhört an Bedeutung zurückgewonnen. Für viele mausarme und hungernde Kinder der Nachkriegszeit, der ehemalige deutsche Bundeskanzler Schröder gehörte auch dazu, war das Butterbrot während Jahren ein Fremdbegriff. Sie mussten für die Sünden ihrer Eltern bitter bezahlen.

Nicht minder gefährlich ist der religiöse Wahn. Wenn die Pilger und Gläubigen sich den Geistlichen und den Aufhetzern der Masse völlig unterordnen und dadurch der Gefahr zur geistigen Verblendung Hand bieten. Der eigene Glauben wird nicht mehr hinterfragt, sondern als göttliches und unwiderrufliches Weltengesetz wahrgenommen. Würde ein Pilger in Mekka während dem "Hadsch" es wagen, den Koran in einigen wenigen Punkten in Frage zu stellen: Zum Beispiel das offensichtliche Fehlen der Reinkarnationstatsache oder sein absolutes Dogma der Unfehlbarkeit in den Raum zu stellen, er liefe ernsthaft Gefahr, an Ort und Stelle gelyncht zu werden. Die Gruppenseele akzeptiert keine andere Meinung, kein anderes Empfinden, kein Suchen nach der individuellen Wahrheit, sondern sie geniesst ihre ureigene Dynamik. Sie will ihre Instinkte ausleben: Beim Sport ist es die Wut und Gewalt; bei der Politik das Gefühl der Macht und Sicherheit (ich gehöre zur Gruppe der Stärkeren). Bei der Religion ist es die löbliche Suche nach der Wahrheit des Lebens, die aber leider nur allzu schnell in Selbstgefälligkeit und in die willkürliche Selbstanmassung auf dem rechten Wege zu sein, abgleitet. Diese religiöse Anmassung hilft dem verunsicherten Menschen, seine eigene Existenz noch tiefer hinterfragen zu müssen.

Jeder intelligente Mensch sucht früher oder später nach Orientierungshilfen und nach der echten und letzten Wahrheit. Und er hat auch Anrecht auf Bestätigung, auf dem rechten Wege zu sein. Aber alleine die schiere Masse von Gleichgesinnten, sei es bei Walfahrten der Mohammedaner nach Mekka, der Katholiken nach Rom und Fatima oder der Hindus an den Ganges erweckt den trügerischen Anschein, auf dem rechten Wege zu sein. So viele Mitmenschen können sich doch nicht irren, sagt der Verstand. Der Gläubige ist bereit, sich ein- und unterzuordnen und schaltet seinen Verstand ab. Er wird zum Schaf, das instinktiv der Herde folgt. Wohin die Herde aber geführt wird, ist nicht immer auf den Weg des Guten. Die Mächtigen und Verblendeten nützen ihre Macht leider nur allzu gerne zum eigenen Nutzen aus und handeln ganz und gar nicht im Sinne der Gebote des Anstandes und der Konkordanz.

Das dritte und abscheulichste Beispiel beschreibt eine historisch belegte, religiöse Massenpsychose. Die Kreuzritter zogen ursprünglich mit edlen Motiven von ihren Schlössern und Burgen los, um die Sicherung der Zugangswege von Europa zum Heiligen Land und die Befreiung der heiligen Stätten in Jerusalem zu garantieren. Je länger der Kreuzzug andauerte, desto fanatisierter und intoleranter wurde die Meute. Die Enge und die nicht enden wollenden körperlichen Entbehrungen, aber auch das ständige Zusammensein unter Gleichgesinnten und Fanatikern schuf eine unselige Gruppendynamik

Die Einzelseele verkümmerte im Kollektiv stetig aber unaufhaltsam zu einer Art tierischen Gruppenseele und dies führte im Laufe des Kreuzzuges zur religiösen Massenhysterie und schroffen Brutalität und totalen Intoleranz gegenüber allen Andersgläubigen. Selbst kleinste Abweichungen in der Liturgie der christlichen Glaubensbrüder auf dem Balkan wurden bereits harsch und von oben herab kritisiert. Es erstaunt keineswegs, dass die orthodoxe Kirche Osteuropas wie auch die Kopten nichts mit den überheblichen Westeuropäern zu tun haben wollen. Als diese Kreuzritter, die Mehrheit aus dem Adel Europas stammend, nach langen Entbehrungen am 15.7.1099 Jerusalem eroberten, metzelten sie in ihrem Blutrausch alles nieder, was ihnen in die Hände kam. Weder Frauen, Greise noch Kinder blieben verschont. Eine totale Verhöhnung der Botschaft Jesus Christus, der uns predigte: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Wie konnte es nur zu solch einer Entartung kommen? Jung erkannte, Bewusstsein und Erlebnisfähigkeit sind ganz klar an das Individuum gebunden. Für einen Psychologen ist es im Grunde gar nicht möglich, die Gesellschaft als Abstraktum, dem konkreten Individuum gegenüberzustellen. Sittliches Handeln ist an die Bedingung individueller Freiheit geknüpft. Je grösser der Druck der Masse anwächst, desto kleiner wird diese individuelle Freiheit. Die grossen Probleme der Menschheit können nicht durch allgemeine Gesetze, sondern nur durch eine Erneuerung der Einstellung der Einzelnen gelöst werden. Moderne Armeen wissen, das diese Aussage voll zutrifft und betreuen ihre besten und tapfersten Spezialeinheiten, die im direkten Kampfeinsatz für Sondereinsätze stehen mit Armeepsychologen, damit ein Mindestmass an Ethik bei diesen Topsoldaten vorhanden bleibt und der zwangsläufig stattfindenden menschlichen Verrohung Einhalt geboten wird.

Der Mensch gleitet nur allzu leicht zur Bestie ab und überschreitet ethische Barrieren, die für den Normalbürger eine Selbstverständlichkeit sind. Wenn beispielsweise ein US-Soldat lieber einen afghanischen Hirten, der seine getarnte Stellung per Zufall ausmacht, da er einer verirrten Ziege nachfolgte, aus Sicherheitsüberlegungen und Bequemlichkeit rasch abknallt, um die eigene Tarnung und die der Kompanie nicht erneut aufbauen zu müssen; dann erfüllt diese Truppe ganz sicher nicht mehr die Wertvorstellungen, wie wir sie in Mitteleuropa vertreten. Eine Nation mit solch niederträchtigen Armeeangehörigen wird auch mit Geld die Andersgläubigen von ihrer Sache niemals überzeugen können. Sie hat auf lange Zeit ihr Prestige verspielt und wird die Gegenrechung irgendwann mal bekommen. Vielleicht muss eine spätere Generation für die Ignoranz und Arroganz ihrer Väter gerade stehen?

Die Gruppe oder Masse besitzt also nicht im wörtlichen Sinne eine Einheitsseele oder Tierseele, wie man missverständlich deuten könnte. Diese Definitionen sind als Allegorie oder sinnbildlich zu verstehen. Die Sittlichkeit der Masse nimmt mit ihrer Grösse ab, weil das Individuum von seiner individuellen Verantwortlichkeit entbunden wird. Jung warnt klar von den zerstörenden Einflüssen des Monstrums der Masse. Anhand von Adolf Hitlers Biografie soll diese beängstigend wahre Erkenntnis, den vielleicht noch immer zweifelnden Leser, von der Richtigkeit und Konsequenz dieser Tatsache überzeugen.

Der absolute Tyrann und Massenmörder Hitler hatte zwei Gesichter. Als Verlierer und Hauptbeschuldigter des Zweiten Weltkrieges wird er heutzutage in vereinfachter und törichter Form als das absolut Böse abgetan. Wenn man das Böse aber zukünftig erkennen und bekämpfen will, dann sollte man es möglichst wirklichkeitsgetreu schildern. Sonst taucht es mit einem neuen Gesicht erneut auf und die Zeitgenossen von heute erkennen es nicht, da eine dogmatische Berrichterstattung die Wahrheit entstellt. Ich habe mehrere Hitler Biografien gelesen, darunter auch die Standardbiografie von Alan Bullock mit 886 Seiten Umfang. Jeder Leser sollte wissen, Hitler besass auch seine charmante und menschliche Seite. Hätte er sie nicht gehabt, wäre er nicht zu solch einer Machtfülle gekommen. Denn die Macht wird in der westlichen Welt, ohne die Unterstützung der Frauen, niemals erreicht. Die begüterte und kinderlose Gemahlin eines Fabrikanten, der Mann besass eine der bekanntesten Pianomanufakturen Deutschlands, erwog ernsthaft, den charmanten, musikalischen und auch sonst kulturell bewanderten Adolf Hitler zu adoptieren.

Der gleiche Hitler liess aber schon in seiner Jugendzeit seinen Hasstiraden gegen die Juden, die Priester, die Sozialdemokraten und Habsburger freien Lauf. Da er sehr früh seine Eltern verlor und keine eigene Familie besass, war niemand mehr da, der seinen Hassausbrüchen ein Gegengewicht bot. In seinem sich stetig entwickelnden Hass und Wahnvorstellungen und von der mächtigen und totalitären NSDAP voll in seiner Ideologie unterstützt, in der Partei wie auch in der Volksmasse gut aufgehoben, konnte er die Judenverfolgung anordnen und mit Brutalität durchsetzen. Er hatte keine Gewissenskonflikte, als Anführer und im Schutze vieler Gleichgesinnten, zum "Wohle des Volkes" und des "notwendigen Lebensraums" Millionen von anonymen Menschen zu deportieren und liquidieren. Kleine Kinder von ihren Eltern zu trennen und unsägliches Leid zu verursachen. Das Leid blieb in der Anonymität versteckt, in der Verallgemeinerung verborgen. Die Zahl der Toten wurde zur Statistik.

Der gleiche unbarmherzige Führer brachte es aber nicht übers Herz, den langjährigen Leibarzt der Familie Hitler, Dr. med. Edward Bloch zu vergasen, der seine eigene Mutter Klara Hitler bis zu ihrem Tode am 21. Dezember 1907 aufopfernd betreute. Dr. Bloch erhielt auf ausdrücklichen Befehl Hitlers Sonderrechte und durfte mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten ausreisen. Selbst nach vielen Jahren in Amerika konnte Dr. Bloch keine Hassgefühle gegen Hitler aufbringen und die ungeheuerlichen Beschuldigungen, von seinen jüdischen Glaubensbrüdern ihm persönlich geschildert, glitten an ihm ab. Er berichtete, in seinem ganzen Berufsleben als Arzt noch nie einen so gebrochenen Trauernden gesehen zu haben, wie den jungen Adolf Hitler am Begräbnis seiner verstorbenen Mutter.

Hitler war nicht der Einzige mit Gewissensbissen. Es entzieht sich meiner Erinnerung, welcher Nazischerge es war, der einmal zu seiner Umgebung sinngemäss sagte: "Wenn wir von jedem anständigen Parteigenossen seinen guten Juden verschonen würden, dann könnten wir die Endlösung gleich abbrechen!" Diese Bemerkung überraschte mich, weil ich sie den Nazis nicht zugetraut hätte. Selbst unter den Parteibonzen und NSDAP-Mitgliedern wagten es demzufolge viele, sich für das Wohl einzelner Juden wenigstens verbal zu exponieren. Es ist viel einfacher zu sagen: "Die Juden sind an allem schuld", als den liebgewonnenen, korrekten und in jeder Hinsicht unschuldigen, jüdischen Schulkollegen in den Tod zu schicken. In der Masse kann sich der Einzelne verstecken, sein Gewissen mit dem Argument beruhigen, die andern wollten es so. Zu Hause und alleine meldet sich sein schlechtes Gewissen. Jede Individualseele weiss ganz genau, was Gut und was Böse ist. Seien wir froh, selbst bei Hitler war es so. Bei uns allen sind Licht und Schatten beieinander. Sonst hätte die jüdische Familie Bloch aus Linz den Zweiten Weltkrieg kaum überlebt.

Das Gesetz der Synergie

Überall auf der Welt arbeitet die Wissenschaft zum Wohle der Menschheit interdisziplinär und Nationen übergreifend zusammen. Natürlich gibt es Projekte, die aus militärischen oder aus ökonomischen Erwägungen, für eine gewisse Zeit geheim gehalten werden. Aber im Verlauf der Zeit wird dieses Wissen Allgemeingut, auf dem auch Dritte aufbauen können. Nur Dank dieser Offenheit und Synergien hat sich der technische Fortschritt weltweit derart rasant entwickelt. Der Fortschritt liegt aber nicht nur im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich, sondern ebenfalls bei den Geisteswissenschaften und überall, wo ein Wissenstransfer möglich ist. Auch in der Wirtschaft kommt der internationalen Arbeitsteilung hohe Priorität zu. Ein Grosskonzern koordiniert in den Stabsabteilungen das Wissen des Mutterhauses wie auch der Ländergesellschaften, um die jeweiligen lokalen Erkenntnisse und Fortschritte allen anderen Ländergesellschaften zukommen zu lassen. Ein jeder Mitarbeiter innerhalb des Kon-zerns soll vom Wissen - vom Erfolg oder auch schlechten Erfahrungen - des andern lernen und profitieren. In allen wissenschaftlichen Fachrichtungen und wirtschaftlichen Bereichen wird zusammengearbeitet und niemand ist zu stolz, vom andern zu lernen. Synergien werden ausgeschöpft und die positiven Resultate und Ergebnisse kommen allen zu Gute.

Das weltweite Gesetz der Synergie gilt überall. Bei allen Völkern und Rassen, bei allen Kulturen, bei allen Wissenschaften und selbstverständlich auch in der Wirtschaft. Nur in einem einzigen geisteswissenschaftlichen Bereich, bei den Religionswissenschaften und insbesondere bei denen aus dem arabischen Raum stammend, herrscht das Dogma:

Unsere Lehre ist die wahre. Wir sind im Recht, die andern irren! Wir haben nichts dazuzulernen, die andern sollen sich gefälligst anpassen!

Gerade bei den drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, die sich selbst als besonders hoch entwickelt betrachten, trifft diese Aussage voll zu:

Die jüngste Geschichte zeigt, alle Nationen in selbst gewählter Isolation wie im 20. Jahrhundert in Europa von Albanien, in Asien von Kambodscha, Burma oder Nordkorea praktiziert, verlieren den Anschluss in allen gesellschaftlichen Belangen und geraten in einen derartigen Rückstand, dass deren Eingliederung in die internationale Gemeinschaft nur noch mit ganz grossen Opfern und dank der Unterstützung durch Dritte erfolgen kann. Genau das Gleiche sehen wir bei den Religionen.

Die Religionsstifter, der letzte lebte vor rund 1400 Jahren, haben im Geiste ihrer Zeit und ihres Wissens gehandelt. Es waren moderne und mutige Männer, die sich zum Wohle ihrer Mitmenschen exponierten und einen kulturellen Schub in ihre verknöcherten Gesellschaften brachten. Was hat aber die Gemeinschaft eines armen, rückständigen Wüstenstammes, der vor 1400 Jahren isoliert in der arabischen Wüste lebte, mit dem hochentwickelten Europa, Asien und Amerika von heute gemeinsam. Mit einer völlig anderen Welt, wo die Frauen voll im Arbeitsprozess integriert und nicht nur zum Kinder gebären da sind. Ja man glaubt es kaum, sogar selbständig Auto fahren dürfen und ohne Begleitung eines Mannes ins Schwimmbad gehen können. Sie wohnen in Ländern, wo ledige Mütter nicht mehr gesteinigt werden. Wo fehlbare Frauen für ihre "begangenen Sünden" nicht mal ins Gefängnis kommen, sondern von der Gemeinschaft sogar finanzielle Unterstützung erhalten, damit auch ihre Kinder eine anständige Lebenschance bekommen.

Zur gleichen Zeit beobachten wir im bevölkerungsreichsten Staate Afrikas, in Nigeria beschämende Zustände. Dieses Land wollte sich im Jahre 2004 nach aussen hin einen modernen Anstrich geben und die Miss World Wahlen durchführen. Der grösste Staat Afrikas ist aber nicht in der Lage, die völlig inhumane Steinigung für Delikte, die in der modernen Welt nicht mal eine Straftat darstellen, definitiv und für immer zu verbannen. Nur auf internationalen Druck wurde diese Frau begnadigt. Die Steinigung war schon vor zweitausend Jahren ein Verbrechen am Menschen. Bei unserem heutigen Aufklärungs- und Wissensstand ist solch eine Untat derart verabscheuungswürdig, dass man sämtliche Länder, welche das Gesetz der Scharia weiterhin verteidigen, von der Mitgliedschaft der Vereinigten Nationen ausschliessen und mit Wirtschaftssanktionen bestrafen sollte. Als letztes Mittel müssten die Vereinigten Nationen mit militärischen Mitteln gegen solch verbrecherische Regimes vorgehen. Für wen und für was bezahlen wir überhaupt Steuern und verschenken Milliardenbeträge an die internationalen Behörden und die Dritte Welt, wenn den Menschenrechten kein entsprechendes Gehör verschafft wird?

Trotz den offensichtlichen Ungerechtigkeiten sollten wir auf keinen Fall hochnäsig die Leistungen der Religionsstifter herabwürdigen. Sie lebten in einer völlig anderen Umgebung mit Wertmassstäben, die wir heute kaum mehr nachvollziehen können. Und sie besassen zu ihrer Zeit nicht annähernd den Wissenstand und die Erkenntnisse über die wir heute verfügen. Aber zurück in die Steinzeit, müssen wir uns ganz sicher nicht begeben. Leben ist Evolution und nicht Stillstand. Die Religionsstifter waren keine Reaktionäre und Konservative. Nein sie waren mutige Revolutionäre. Einzelkämpfer, die sich auf wenige Propheten abstützten und in einer sehr intoleranten Gesellschaft und Umfeld lebten und für ihre Lehren häufig im wahrsten Sinne des Wortes ums nackte Leben kämpften. Unter Lebensgefahr haben sie ihre Lehren proklamiert und gepredigt. Die Strafen für Ketzerei und politische Aufwiegelung waren zu ihrer Zeit drakonisch grausam. Da überlegte ein jeder zweimal, was er sagen durfte und was nicht. Und nur schon wegen ihrer Tapferkeit und Unerschrockenheit verdienen diese Männer und Frauen unsere Achtung. Nur die Tapferen bringen die Menschheit weiter.

Der Islam verhindert die gesellschaftspolitische Entfaltung

Wie wir gesehen haben, muss die Individualseele zwingend die notwendige Freiheit und den Freiraum erhalten, um sich entwickeln zu können. In Moscheen sehen wir viele Rücken, oder ein männliches Kollektiv, in schnurgerader Richtung im Gebet nach Mekka gebeugt. Während in einer christlichen Kirche sich Frauen, Kinder und Männer nur schon rein optisch hufeisenförmig und viel lockerer um den Prediger scharen, sind die Gläubigen in einer Moschee auf eine einzige Richtung ausgerichtet. Auch das weibliche Element mit so wichtigen Komponenten wie Mütterlichkeit, Versöhnung und Liebenswürdigkeit ist in der Moschee nicht präsent, da ihnen der Zutritt zur Predigt verweigert wird. Es ist eine Gleichschaltung von Männern unter Männern. Einer spricht und die andern horchen und gehorchen, weil der Koran als letzte Wahrheit und nicht antastbares Dogma gepredigt wird. Wo bleibt da in der Gruppe noch der notwendige Freiraum für die Entfaltung der Einzelseele? Wie kann der einzelne Gläubige die Lehre des Imams in Zweifel stellen, wenn er sich auf den Koran beruft? Dieses In-Zweifel-Stellen der ausgelegten Botschaften gilt bereits als Sakrileg. Es fehlt nicht mehr viel, bis wir beim Paragraf 1 des schweizerischen Militärgesetzes anlangen: Der Vorgesetzte hat immer Recht.

Zu meiner Freude und Bereicherung lernte ich sehr unterschiedliche Moslems aus verschiedenen arabischen und nichtarabischen Ländern auf beruflicher und privater Basis kennen. Viele von ihnen sind moderner eingestellt, als sie sich gegenüber den eigenen Religionsbrüdern ausgeben. Ein Libanese schaute in meiner Gegenwart über seinen Rücken, ob ein anderer Araber in der Nähe zuhöre, bevor er sich mir anvertraute, wie froh er sei, dass im Libanon eine starke christliche Minderheit lebe. Dieser intelligente Mann wusste nur allzu gut, bei einer Islamisierung seines Landes gehen die persönlichen Freiheiten wie in allen Nachbarstaaten flöten.

Die Gruppendynamik mit fünf gemeinsamen täglichen Gebeten, dem Ramadan, dem strengen Familienkodex betreffend Sex und Heirat erlaubt kaum noch persönlichen Freiraum. Das zeigt uns die Geschichte: Die Fanatiker oder Strenggläubigen gewannen gegenüber den laizistisch eingestellten Muslimen in allen islamischen Nationen Oberhand, sobald der Islam die Mehrheit erlangte, weil kein bremsendes religiöses Gegengewicht mehr dastand. Im Gegensatz zur christlichen Religion, müssen sich die islamischen Frauen auch in der Kleidung als Mohammedanerinnen zu erkennen geben. Auch hier erfolgt eine Gleichschaltung, wie wir sie mit der Uniformierung bei den Armeen sehen. Der Uniformierte lässt sich eindeutig besser kontrollieren und er erhält einen Grad aufoktroyiert, da er einer geschlossenen Gruppe angehört. Es gibt in den islamischen Gesellschaften keine religiöse Anonymität. Wenn 80% der Frauen verschleiert herumlaufen, zwingen die konservativen Hardliner auch die den Rest der Frauen und die Andersgläubigen zum Tragen des Kopftuches, sei es per Gesetz, durch gesellschaftliche Ächtung oder simple Gewalt.

Es ist eine Unterstellung oder ein Nichterkennen der Realität, wenn jemand behauptet, die toleranten und modern eingestellten Imame und Muslime, die wir heute in Westeuropa in der grossen Mehrheit antreffen, machten uns bewusst etwas vor. Aus mangelnder Kenntnis wird ihnen vorgeworfen, sie wollten uns bewusst Sand in die Augen streuen und die Zeit abwarten, um später mit umso grösserer Vehemenz zuzuschlagen. Die ganz grosse Mehrheit der in Europa und Amerika lebenden Muslime geniesst diese Freiheit und die gelebte Toleranz in der Ersten Welt. Viele sind gerade aus diesen Gründen zu uns gekommen und sie kennen die verkrusteten Strukturen ihrer Heimatländer nur allzu gut. Sie passen sich auch unseren Sitten und Gebräuchen weitgehend an. Nicht von ihnen droht die Gefahr.

Die wahre Gefahr stammt aus der dem Islam inhärenten Gruppendynamik und der Synergie der Gruppe. Wir Christen haben die Gruppe eigentlich verloren. Wir ziehen uns auf die eigene Familie zurück. Der Mohammedaner verfügt über einen viel grösseren Rückhalt in seiner aktiven Religionsgemeinschaft. Beim Araber ist das Stammesdenken und die Loyalität zu seinen Stammesführern und Ältesten auch im 21. Jahrhundert noch immer präsent. Der Islam hat wie die Geschichte zeigt, sich überall durchgesetzt, wo nicht auf militärischer Basis Schranken gesetzt wurden. Auch vor Gewalt schreckt er keinesfalls zurück, wenn sich religiöse Minderheiten seiner Ideologie nicht unterwerfen wollten. Die Gefahr droht von den ultrakonservativen zukünftigen Einwanderern, die bereits heute in Europa Parallelgesellschaften bilden und von den eigenen Glaubensbrüdern verachtet werden. Da diese Nichtintegrierten eine sehr kleine Minderheit bilden, können sie sich vorderhand nicht durchsetzten. Je grösser der muslimische Anteil an der Gesamtbevölkerung aber wird, desto stärker werden leider diese fanatischen Elemente zum Zuge kommen. Die Gruppe neigt zum Fanatismus und überzeichnet die Ziele.

Es ist eine Ironie der Geschichte, die "Sieger im Religionskampf" mussten am Schluss für ihren errungenen Religionssieg und Durchsetzung der gelebten Intoleranz einen ganz bitteren Preis bezahlen. Die Araber und ihre Glaubensbrüder haben als Muslime einen Pyrrhussieg errungen. Sie leben samt und sonders in Staaten, wo die Folter und brutalste Strafverfolgungen an der Tagesordnung stehen. In Ländern, wo die Meinungsfreiheit höchstens auf dem Papier steht. Welcher Amerikaner, Kanadier, Europäer, Japaner, Südamerikaner oder Australier möchte schon in Länder wie Afghanistan, Pakistan, Irak, Iran, Algerien, Syrien, Libyen, Sudan, Bangladesh oder auch Saudi-Arabien für immer emigrieren? Ich kenne niemanden! Aber sehr viele Muslime aus diesen Ländern würden brennend gerne zu uns kommen.

Der Islam ist, sobald er einen zu hohen Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung erreicht, unbestreitbar die grösste religiöse Gefahr für die Freiheit der Menschen. Auf einmal entwickelt er eine unheilvolle Dynamik. Nicht weil die Moslems an sich böse sind, oder ihre Lehre dem Christentum oder Judentum unterlegen wäre! Sein ihm inhärentes Monstrum der Masse überrollt die Andersgläubigen und toleriert keine Andersartigkeit. Der Islam ist nicht die Religion des Individuums. Ein Zen-Buddhismus, bei der sich der Einzelne in seine eigene Wahrheitssuche vertieft und das Leben der andern mit Respekt toleriert, ist im wesensfremd. Der Islam ist die Religion der Masse, der forcierten Gleichschaltung in der Gruppe, die sich täglich mehrmals trifft. Die Idee des Kollektivs geniesst klare Priorität und steht über der Meinung des einzelnen Gläubigen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Islam zu entschärfen, ohne seine religiöse Ethik anzutasten. Falls wir diesen Mut nicht aufbringen, wird der Westen einen übermässig hohen Preis für sein zögerliches Abwarten bezahlen. Seine Feigheit, im Namen einer falsch verstandenen Toleranz, die Konfrontation aufzuschieben, wird teuer bezahlt werden. Der erste Ansatz ist sicherlich der Gescheiteste, aber er braucht Zeit und fordert den Willen der Moslems, auch andere Meinungen anzunehmen. Der zweite Ansatz ist ein Notbehelf, um wenigstens die radikalsten Elemente mit legalen Mitteln zurückzubinden.

· Wir müssen den intelligenten und aufgeschlossenen Mohammedanern aufzeigen, warum sie in solch verknöcherten Gesellschaften leben. Ihnen erklären, warum die religiöse Vielfalt und Gewaltentrennung die Zauberworte sind. Dies sind ganz grosse humanistische Werte, die der Koran leider nicht erkannte und deren Fehlen sich im richtigen Leben schmerzlich rächen. Wir müssen viele, viele Einzelne überzeugen, von den Dogmen abzuweichen, um in einer viel schöneren Gesellschaft leben zu können.

· Oder wir müssen den Mut aufbringen, den Artikel der Religionsfreiheit enger zu definieren und dumme, seit Jahrhunderten überholte Dogmen, per Gesetz im Namen der Menschenrechte verbannen. Allen Religionen und Sekten, die auf der Unfehlbarkeit weiterhin beharren und die Rechte der Frauen beschneiden, deren Religionsausübung kurzerhand verbieten. Dann wird Bewegung in die Sache kommen. Diese verstaubten Religionsgemeinschaften würden von aussen gezwungen, sich der längst überfälligen Reformation ernsthaft zu stellen.

Um Hasspredigten und eine versteckte Indoktrinierung zu vereiteln, könnte Im Religionsartikel zwingend vorgeschrieben werden: "Zur Vermeidung religiöser Aufhetze und jeglicher Art von Missbräuchen müssen Predigten in den Landessprachen abgehalten werden. Oder, die Religionsgemeinschaft hat auf eigene Kosten, einen Übersetzer zur Verfügung zu stellen."

Und schlussendlich gilt es einzugestehen, der Wertezerfall in unserer Welt erschreckt viele Menschen. Die abscheulichen Taten in Abu Ghreib sind in jeder Hinsicht unentschuldbar. Der rücksichtlose Kommerz nackter Haut, die Überbetonung von Schönheit und Jugendlichkeit stösst viele Moslems zutiefst ab und lässt den Westen, als einen einzigen Sündenpfuhl dastehen. Auch bei uns gibt es Vorkommnisse, die schwer nachvollziehbar sind. Wenn in der Schweiz ein Stalleindringling, der sich an einer Kuh vergeht, mit CHF 300 wegen Hausfriedensbruch bestraft wird, da es in unserem Lande keine Gesetzesgebung gegen Vergehen wie Sodomie und andere Perversionen existiert, weiss auch der normale Bürger nicht mehr, ob er lachen oder weinen sollte.

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