Mossad










Die Macht des Mossad

"Gott sei Deiner Seele gnädig", gilt für alle, die beim Mossad auf der Abschussliste stehen. Wer sich vor dem Mossad effizient schützen will, benötigt über sehr viel Geld, Intelligenz und Beziehungen. Ausserdem empfiehlt es sich, im "richtigen" Land zu leben und auf die volle Unterstützung der Geheimdienstinfrastruktur seines eigenen oder mehrerer Länder zählen zu können. In den westlichen Ländern gibt es keine Person und damit sind ausdrücklich alle Präsidenten eingeschlossen, die der Mossad bei entsprechender Priorität nicht innerhalb von vierzehn Tagen liquidieren könnte. Häufig werden so genannte "Ziele" lediglich wegen den unvermeidlichen, diplomatischen Konsequenzen und aus Image-Gründen verschont. Dies ist der wahre Grund, warum gewisse Leute noch nicht nach Israel verschleppt oder liquidiert wurden.

Um auf die Abschussliste des Mossads zu gelangen, muss eines der vier Kriterien erfüllt werden:

A: Mittäterschaft beim Genozid
B: Komplizenschaft bei terroristischem Akt gegen Israel mit Todesopfern
C: Mitarbeit bei Waffensystemen, die den Staat Israel in seiner Existenz     bedrohen
D: Begangener Verrat, der den Staat Israel schädigt.

Der irakische Ex-Präsident Saddam Hussein hatte während seiner ganzen Regentschaft nie ein echtes Zuhause, wo er in gemütlicher Runde den Feierabend verbringen konnte. Der Ex-Diktator besass rund zwanzig Präsidenten-Paläste und -Villen, die alle immer einzugsbereit waren und in denen jeweils gekocht wurde, als würde der Präsident zum Abendessen eintreffen. Jedermann im Irak wusste, und spätestens seit den CNN-Nachrichten des zweiten Golfkrieges auch die übrige Weltbevölkerung, zwei oder drei Doppelgänger liessen es sich auf Staatskosten gut gehen. Bei konkreter Gefahr wohnte der Präsident bei gewöhnlichen Familien und keine Person wurde in die Nähe des Präsidenten vorgelassen ohne vorherige gründliche Leibesvisite. Dieses Prozedere galt auch für bekannte Persönlichkeit aus Presse und Fernsehen. Warum wohl hat dieser grausame Mann, einen solchen an Paranoia grenzenden Aufwand und ein Abermillionen verschlingendes Versteckspiel betrieben?

Das Leben des obersten Entscheidungsträgers ist im totalitären und undemokratischen Irak immer mit konkreter Lebensgefahr für den Potentaten verbunden gewesen. Im Irak wurden politische Umstürze stets blutig vollzogen und Saddam Hussein hat sich als einziger über eine solch lange Zeitspanne halten können. Nach innen mit seiner Brutalität und absoluten Autorität, nach aussen durch sein unglaubliches Versteck- und Tarnspiel. So geschickt, dass nicht einmal die beiden mächtigen und bestdotierten Geheimdienste, CIA und Mossad in Kooperation, dieses Scheusal eliminieren konnten. Aber wer auf der Welt kann sich solch einen Aufwand leisten? Wohl nur ein absolutistischer Diktator.

In Israel geniesst der Mossad Kult-Status. Es ist für einen Israeli mindestens so ehrenhaft, dem Mossad anzugehören, wie für einen Briten von der Queen zum Ritter geschlagen zu werden. Mit Sicherheit wird ein Mossad-Katsa weltweit ernster genommen, als ein Sir Elton John oder Sir Mick Jagger. Was ist ein Katsa? Der Katsa ist der vollausgebildete Israeli jüdischen Glaubens, der die dreijährige Mossad-Schulung und Schikanen überstanden hat und als Operateur, Einsatzoffizier und Agentenführer weltweit zum Einsatz kommt. Das Wort Agent wird beim Mossad nur für im Ausland angeworbene Ausländer angewandt, die vor allem in ihrem Wohnland für den Mossad Informationen sammeln. Wichtige Operationen werden ausschliesslich von geschulten Katsas geplant, organisiert und häufig auch persönlich durchgeführt.

Israel hat 6'233'000 Einwohner, davon 78,8% Juden, 15,1% Muslime, 2,1% arabische Christen und 1,6% Drusen. Die Minderheiten, das sind 1'321'000 Menschen, bleiben hermetisch von jeglicher Beschäftigung ausgeschlossen. Diese Richtlinie gilt selbst für die untersten Hierarchiestufen der Putz- und Toilettenfrauen. Die Aktivitäten des Mossads könnten auch gegen deren Interessen abzielen. Jeder Andersgläubige wird demzufolge als Schwachstelle und echtes Sicherheitsrisiko eingestuft.

Die Ausbildung zum Katsa ist derart brutal, persönlich erniedrigend und anfordernd, dass bis zum Jahre 1990 noch keine Frau die Ausbildungstortur überstanden hatte. Erst 1983 starteten auf politischen Druck, oder aus political correctness, zum ersten Male auch drei Frauen mit der Ausbildung. Es ist anzunehmen, auch im Jahre 2003 dürften alle Katsas noch immer männlichen Geschlechts sein. Nicht ausschlieslich wegen der Ausbildungsprozedur, auch aus anderen Gründen, die später zur Sprache kommen.

Der Mossad ist eine Männerwelt mit ihrer ganz spezifischen Mischung aus Abenteuerlust, fanatischem Patriotismus, Kampfesfreude, technischen Spielereien, Intrigen, gutem Leben und last but not least ausschweifendem Sex. Und der Lebensabend eines Katsas wird echt vergoldet durch illegale, dafür umso lukrativere Geschäfte in Waffenschiebereien, Erpressung, Drogenhandel, politische- und terroristische Beratertätigkeit von Schurkenregimes, Sicherheitsdienste für Staaten und Private und ganz allgemein auch Killerdienste. Diese mehr als breite Palette von Dienstleistungen funktioniert nur dank der Hilfe eines sehr mächtigen und effizient operierenden Beziehungsnetzes, das jederzeit auf die Infrastruktur des Staates Israel zurückgreift.

Es ist vieles über den Mossad geschrieben worden. Aus Sicherheitsgründen und als Schutz vor persönlicher Verunglimpfung werden ausschliesslich allerbeste jüdische Quellen berücksichtigt, die aus erster Hand ein Sittenbild des Mossads zeichnen, das zugleich fasziniert und abstösst. Beinahe alle Angaben in diesem Artikel basieren auf dem Buch von Victor Ostrovsky (VO) "Der Mossad" ISBN 3-455-08383-8 vom Hoffmann und Campe Verlag. Es ist das einzige Buch, das je von einem vollausgebildeten Katsa publiziert wurde und dessen Erscheinen Israel in den USA per einstweiliger Verfügung stoppen wollte. Victor Ostrovsky, in Kanada als Sohn einer Israelin und eines jüdischen Kanadiers geboren, wurde mit 18 Jahren der jüngste Offizier der israelischen Armee. Er wurde erst im Range eines Korvettenkapitäns in den 80iger Jahren vom Mossad kontaktiert und arbeitete daraufhin vier Jahre im Geheimdienst. Der Vater von Victor Ostrovsky, ursprünglich Pilot bei der Royal Canadian Air Force, kämpfte später als Pilot in der israelischen Luftwaffe und beendete seine Karriere als Kommandant der Luftwaffenbasis Sede Dov bei Tel Aviv.

VO ist in einem patriotischen und zionistischen Umfeld gross geworden, das an die Ideale eines moralisch hochstehenden Israels mit Vorbildfunktion in seiner Region glaubte. Gerade diese moralische, saubere Gesinnung und seine Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben mit den Arabern, liess ihn bei den Vorgesetzten in Ungnade fallen, die sich seiner mit einer eingefädelten Intrige entledigten.

Der Mossad beschäftigt, es ist beinahe nicht fassbar, nur rund 35 Agentenführer weltweit. Natürlich gibt es Katsas in andern Funktionen. Beispielsweise in der verdeckten Wirtschaftsanbahnung mit Ländern der Dritten Welt, die offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Israel pflegen. Diese extrem kleine Organisation, der gesamte Mossad zählt etwas mehr als 1'200 Personen insgesamt, ist nur möglich, weil dieser schlagkräftige Geheimdienst in allen Ländern mit jüdischem Bevölkerungsanteil, auf das einzigartige System der Sayanim, der jüdischen freiwilligen Helfer, zurückgreifen kann. Ist ein Katsa in Frankreich, England oder der Schweiz angeschossen worden, verarztet ihn ein Sayan, der keine Fragen nach der Schussverletzung stellt. Darum wird solch eine Schussverletzung bei den Behörden selten aktenkundig, was wiederum keine unnötigen Fragen aufkommen lässt. Will der Mossad einem Araber verwanzte Möbel verkaufen, stehen mehrere Möbel-Sayanim mit eigenen Möbelgeschäften sofort zur Verfügung. Ob verdeckte Wohnung, juristische Rückendeckung, Firmenmäntel oder was auch immer, der Katsa erhält es, ohne dass das Gastland etwas davon merkt.

Ein Sayan (Sayanim = pl) wird niemals direkt vom Mossad kontaktiert, sondern immer zuerst über einen Verwandten, der vielleicht in Israel lebt und seinem Onkel oder Neffen in der Schweiz mit folgenden Worten anschreibt: "Ein paar Herren, die für die sichere Rückführung von Juden aus gefährdeten Ländern dieser Welt arbeiten, könnten seine Hilfe gebrauchen und würden ihn gerne kontaktieren." Welcher Jude kann sich solch einem Aufruf verschliessen. Einem Glaubensbruder in Lebensgefahr dringend benötigte Hilfe zu verweigern, ist doch in jeder Hinsicht ein Akt der Feigheit und zutiefst unmoralisch? Mit grösster Wahrscheinlichkeit denkt ein hoher Prozentsatz meiner Leser ähnlich. Aber der Schritt in die Illegalität ist hiermit bereits getan. Denn in 99% aller Fälle geht es um etwas ganz anderes. Beispielsweise um die Bekämpfung von Terrorzellen oder noch häufiger, um simple Wirtschaftsspionage. Da in den Ursprungsländern des islamischen Terrors, in Syrien, Irak, Iran, Libyen, Algerien etc. kein entsprechendes Sayanim-Netz zur Verfügung steht, versucht man die Terroristen an ihren Schwachstellen, ausserhalb ihrer Heimatländer, im Ausland zu erwischen.

Jeder Sayan muss sich die Frage stellen: " Bin ich zuerst Engländer und dann Jude, oder bin ich zuerst Jude und dann Engländer?" Denn als Sayan stellt er sich über das Landesgesetz und vertritt die Interessen Israels kompromisslos. Ein jüdischer Personalchef in einer Grossunternehmung kann präzisestes Adressmaterial und unbezahlbare Hintergrundinformationen von Forschern einem Drittstaat zur Verfügung stellen. Ein jüdischer Minister bringt seine ganze Regierung in Zugszwang, sollte er als verdeckter Sayan operieren.

Ein solcher Politiker verrät Insider-Informationen dem Mossad, damit Israel eine Gegenstrategie entwickeln kann. Eine Gegenstrategie basiert nicht nur auf Sachargumenten. Mindestens so beliebt sind schmutzige Tricks, Enthüllungen und Intrigen, um die Position des Gegners zu attackieren und entsprechend zu schwächen. Ein strenggläubiger, jüdischer Vizepräsident Liebermann war für viele Amerikaner ein Sicherheitsrisiko. Nicht wegen seiner religiösen Überzeugung, sondern wegen seines nicht auszuschliessenden seelischen Gewissenskonfliktes zwischen Glauben und Patriotismus. Wenn die jüdische Gemeinschaft solch enorme Finanzmittel in alle demokratischen Wahlkampagnen investiert, dann hat sie den Kandidaten auch schonungslos mitgeteilt, was sie von ihnen bei einem Sieg erwartete. Über diesen Punkt äusserte sich John F. Kennedy ganz klar und dezidiert. Er schäumte innerlich, als der Präsident der jüdischen Gemeinschaft von ihm unverhohlen "freie Hand im Nahen Osten" forderte. Der Kennedy-Clan war sehr begütert und konnte beträchtliche eigene Mittel im Wahlkampf einsetzen und sich dieser Erpressung entziehen. Die Familien Gore und Liebermann waren aber auf die jüdischen Spenden angewiesen. Und gratis gibt es auf der Welt nichts, ganz sicher nicht in den USA.

Am 1. September 1951 gab der damalige Premierminister David Ben Gurion die Anweisung, der Mossad sei als vom Aussenministerium unabhängige Geheimdienstorganisation zu schaffen. Offiziell gibt es den Mossad gar nicht. Aber jeder Israeli weiss, wo die Akademie sich befindet. Ende April 1979 war Ostrovsky Korvettenkapitän und Chef der Testabteilung für Waffensysteme der Sektion für Marineoperationen im Hauptquartier von Tel Aviv. Eines Tages befahl sein Vorgesetzter, er solle an einem Treffen teilnehmen. Hier begrüsste ihn ein Fremder mit den Worten: "Wir haben deinen Namen aus dem Computer. Auf dich treffen unsere Kriterien zu. Wir wissen, dass du deinem Land bereits dienst. Aber es gibt einen Weg, auf dem du ihm noch besser dienen kannst. Bist du interessiert?"

Darauf folgten stundenlange psychiatrische Tests, lange Gespräche mit einem Unbekannten und vielen ganz direkten Fragen, die sich über Monate, ja sogar Jahre hinzogen. Erst drei Jahre später, im Oktober 1982 erhielt er ein Telegramm, an einem bestimmten Tag eine gewisse Nummer anzurufen. Jetzt konnte er nochmals einen 30-Seiten Fragebogen ausfüllen. Selbst seine Frau wurde während sechs Stunden interviewt. Nach beinahe vier Jahren der Prüfungen und Befragungen wurde er endlich im Januar 1983 zu einem letzten dreitägigen Härtetest aufgeboten. Ziel war, die endgültige Entscheidung herbeizuführen, ob er zur Ausbildung aufgenommen werden sollte oder nicht.

Der Mossad führt nur alle drei Jahre einen Ausbildungskurs für 15 Personen durch. Für jeden zugelassenen Kandidaten werden rund 5000 Personen geprüft. Ab diesem Zeitpunkt hatte jeder Kandidat einen falschen Namen und Lebensgeschichte.

Um eine Ahnung von dieser dreitätigen Ausbildung zu vermitteln, sollen ein paar konkrete Details erwähnt werden. Um 16.30 Uhr wurde VO an einer Ecke in Tel Aviv ausgeladen und der Instruktor sagte: "Siehst du den Balkon im dritten Stock dort drüben? Ich möchte, dass du hier drei Minuten stehen bleibst und nachdenkst. Innerhalb von sechs Minuten will ich dich mit dem Besitzer oder Mieter mit einem Glass Wasser in der Hand auf dem Balkon sehen." VO war zu Tode erschrocken. Er hatte nicht mal einen Personalausweis auf sich. In Israel lässt man einen Unbekannten, der sich nicht ausweisen kann, wirklich nicht zur Türe hinein. Zuerst galt es, die richtige Wohnung zu erkennen. Eine Frau von 65 Jahren öffnete die Wohnungstür: "Hallo, ich bin Simon. Ich arbeite in der Abteilung für den öffentlichen Nahverkehr. Wir würden gerne ihren Balkon mieten, um eine Kamera aufzustellen. Sind 500 Pfund genug? Oh entschuldigen Sie, aber könnte ich ein Glas Wasser haben, es ist so heiss heute." VO stand innerhalb von sechs Minuten auf dem Balkon. Erste Prüfung bestanden!

Zweite Prüfung: "Siehst du das Hotel gegenüber - das Basel Hotel? Ich möchte, dass du hineingehst und von der Gästeliste mir den dritten Namen von oben bringst." VO wartete eine halbe Stunde in der Lobby und schaute ständig auf die Uhr, dann stellte er sich beim Portier als englisch sprechender Tourist vor, und murmelte etwas wie Herrn Kamalunke suchen. Der Portier verstand nicht richtig, schaute im Gästebuch nach, Resultat erzielt. Als dritten Test musst er ein Telefonmikrofon in einem andern Hotel unbemerkt einbauen, obwohl die Leute hinter ihm Schlange standen.

Gegen Mitternacht, klopfte einer der Instrukteure an die Tür. VO musste nachts in einer Dreckröhre, die vor Ungeziefer strotzte, ein Geländestück bewachen. Es kam niemand. Aber es waren drei harte und lange Stunden, da der Mossad von den Psycho-Tests genauestens wusste, dass er zu Klaustrophobie neigte und Ungeziefer hasste. Am folgenden Abend musste seine Dreiergruppe ein fünfstöckiges Gebäude überwachen und Notizen anfertigen über sämtliche Personen, die eintrafen, welche Lichter angingen etc. Es wurde ihnen verboten, sich zu verstecken. Im Gebäude befand sich auch eine Bank. Banken sollte man nirgendwo auf der Welt während zu langer Zeit observieren, um unnötigen Verdacht zu vermeiden. VO beschloss, das Haus zu zeichnen, um sich notfalls als Maler auszugeben.

Es kam tatsächlich die Polizei angebraust. Der Polizist fragte: "Was machen sie da?" und schlug ihm mit der Faust gleich ins Gesicht, dass er dachte, einen Zahn zu verlieren . Der Hüter des Gesetzes verfluchte ihn als elendigen Drogendealer. VO wurde ständig verprügelt. Er bekam den Eindruck, die Polizisten wollten einfach jemanden aus Freude quälen. Schliesslich zogen sie ihm die Hosen aus, um nach Drogen zu suchen. Am Schluss der Tortur stiessen sie ihn aus dem Auto und warfen ihm die Hosen und Schuhe nach. VO schreibt: "Von den zehn Personen, die diese Zerreisprobe mitmachten, habe ich nur noch eine Frau jemals wieder gesehen, als Lebensretterin am Swimmingpool im Mossad Hauptquartier."

Das Härteste kam am Schluss. VO und seine beiden Kameraden wurden von der Polizei verhaftet, getrennt und mit verbundenen Augen wegtransportiert. VO wurde splitternackt scharf verhört und anschliessend im Badezimmer mit kaltem Wasser überschüttet, dass ihm die Zähne klapperten. So ging es vier bis fünfmal zwischen Büro und Badezimmer hin und her. Am Schluss entschuldigte sich die Polizei, es sei ein Missverständnis gewesen und liess ihn frei.

Am vierten Morgen dieses dreitägigen Abschlusstests wurden alle Prüflinge einzeln in einen Raum gerufen und jeder wurde gefragt, ob er glaube, erfolgreich gewesen zu sein. Am Ende sagten sie: "Danke, wir rufen dich an." Zwei Wochen später wurde VO angerufen, sich am nächsten Morgen in der Frühe im Büro zu melden.

Ab jetzt sollte die eigentliche Prüfung erst beginnen. Mit der Aufnahme als Kadett in den Mossad wurde VO um einen Rang befördert und bezog schon während seiner Ausbildungszeitvon das Salär eines Obersten. Dieser Sachverhalt zeigt unmissverständlich, welche Bedeutung der Staat Israel einem Agentenführer und Operateur zumisst. Wo auf der Welt gibt es einen Geheimdienst, bei dem der Kadett im Range eines Obersten seine Ausbildung beginnt, aber Demütigungen über sich ergehen lassen muss, die in jedem westlichen Land mit dem Ausschluss aus der Armee oder des Polizeidienstes quittiert würden. Es sind ganz offensichtlich harte Männer beim Mossad im Einsatz. Sie müssen ihr Land abgöttisch lieben, dass sie nicht schon während den Verhören, dem einen oder andern ihrer Peiniger eins in die Fassade hauen, oder mit dem Gruss, "sie können mich mal am Arsch lecken", den Dienst quittieren.

Als jüngster Offizier der israelischen Armee und Korvettenkapitän war OV in Israel bereits ein respektierter Mann. Es braucht wirklich unglaublich viel Patriotismus und persönlichen Ergeiz, um solche Demütigungen zu verdauen und sich psychisch wie physisch völlig zu entblössen. Wer so hart gegen die eigenen Leute vorgeht, wird brutal gegen den Feind auftreten. Beim Mossad trifft der Wahlspruch zu: "Hart gegen sich selbst, grausam gegen den andern." Im Nahen Osten wird mit anderen Bandagen gekämpft als bei uns im Westen. Israel ist eine Nation von Soldaten und der direkte Feindkontakt wird als das Ehrenvollste angesehen. Das macht unter anderem den Mossad zum höchsten israelischen Statussymbol. Dabei zu sein, vermittelt einen Stolz und Machtgefühl, das schwer zu beschreiben ist. Dieses Machtgefühl und die mangelnde politische Kontrolle führten dazu, dass einige arrivierte Katsas glauben und sich die Freiheit nehmen, über dem Recht zu stehen.


Die Tentakel des Mossad

"Wir erledigen die meisten Aufträge in fremden Ländern. Für uns ist alles entweder Feind oder Ziel. Nichts ist Freund. Ich sage nichts, und ich meine nichts." Nach diesen Richtlinien operiert ein Katsa im Ausland. "Dein Überleben steht über demjenigen eines unschuldigen Zuschauers. Deine Verantwortung besteht darin, das Eigentum des Mossad zu schützen, und das bist du." Wenn ein Katsa diese von Arroganz triefende, selbstherrliche, kaltschnäuzige und überhebliche Lebenseinstellung mal intus hat, verliert er jede Scham, als Egoist dazustehen. Selbstsüchtigkeit erscheint dann sogar als löbliche Eigenschaft. Dies färbt selbstverständlich auf den Charakter ab, im Dienst wie auch im Zivilleben.

Der Mossad betreibt auch andere Spezialabteilungen. Verdeckte, kommerzielle und militärische Wirtschaftsanbahnungen in Ländern wie Japan, Indien, Malaysia und Indonesien, die den Rahmen für künftige geschäftliche und diplomatischen Beziehungen schaffen sollen. Ein Mann mit britischen Pass war beispielsweise in Jakarta domiziliert. Die islamische Regierung von Indonesien wusste selbstverständlich, dass er vom Mossad war. Seine Hauptaufgabe bestand darin, den lukrativen Waffenverkauf israelischer Militärgüter in die Wege zu leiten. Diese Tätigkeiten waren ganz begehrte Jobs, da sie viel Spass bei wenig Risiko bedeuteten. Erst wenn die Regierung richtig am Haken der Waffenlieferung hing, wurde dem Land mitgeteilt, es müssten auch landwirtschaftliche Ausrüstungen abgenommen werden. Wie die Fischer ihr Netz immer enger werden lassen, wird den Regierungen klargemacht, um die vollen Vorteile der Waffenlieferungen auszukosten, seien diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Auf diese fiese Art und Weise wurde vor allem in Asien und Afrika über die Hintertür mit einigen Ländern offizieller, diplomatischer Kontakt geknüpft.

Und Israel hat sich am Waffengeschäft an Drittweltländer und Schurkenstaaten masslos bereichert und an Würde und Ethik alles vermissen lassen, was man vermissen kann. Der Staat Israel bewegt und operiert auf dem untersten Niveau der miesesten und skrupellosesten Waffenschieber.


Operation Sri Lanka - oder wie verdiene ich zweimal

Der Staat Sri Lanka wurde mit israelischen Waffen, inklusive Torpedo-bestückter Patrouillenbooten versorgt. Gleichzeitig belieferte Israel auch die aufständischen Tamilen für ihren Kampf gegen die Regierung mit Anti-Torpedo-Waffen. Und als Gipfel der Unverfrorenheit und moralischen Schamlosigkeit schulten israelische Instruktoren sowohl für die offizielle Regierung als auch für die Aufständischen, deren Eliteeinheiten auf Militärbasen in Israel. Einmal trainierten im Juli 1984 die Tamilen und Singhalesen sogar gleichzeitig auf der gleichen Militärbasis Kfar Sirkin. Die Instruktoren mussten peinlichst genau mit jeder Gruppe in einer anderen Stadt in den Ausgang gehen, um ein Aufeinandertreffen in der Freizeit zu vermeiden. Dennoch kam es beinahe zum Malheur, als die beiden verfeindeten Elitetruppen während dem Sportunterricht in fünf Metern Entfernung aneinander vorbeijoggten. Wahrscheinlich hätte der damals amtierende Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Peres kein Auge zugetan, hätte er davon erfahren.

Der jüdische Staat half Sri Lanka auch, vorgesehene Gelder der Weltbank für ein Wasserkraftwerk definitiv zu erhalten. Diese Finanzmittel wurden gleich in Waffenkäufe umgelenkt, denn Israel wollte Bares sehen. Der Mossad beauftragte zwei Fachwissenschafter der Universität Jerusalem, einen Wirtschaftswissenschafter und einen Professor für Landwirtschaft, "neutrale" Gutachten für die Krediterlangung zu erstellen. Es galt, ein Projekt für ein Drittweltland der Weltbank schmackhaft zu machen. Die Mittel wurden später veruntreut, für die Waffenbeschaffung missbraucht und sind schlussendlich sicher in Israel angekommen.

In Sri Lanka ist der Bürgerkrieg auch im Jahre 2006 noch nicht zu Ende gegangen. In der Schweiz haben wir zehntausende Tamilen als Flüchtlinge und Asylanten aufgenommen und viele hundert Millionen Franken oder mehr in deren Ausbildung, Eingliederung und Sozialhilfe investiert. Wir bezahlen und andere Länder machen den Reibach. Sind wir eigentlich Idioten oder müssen wir die Rechnung für die Integration der geflüchteten Tamilen an gewisse Profiteure weiterleiten? Vielleicht sollte auch die Weltbank eine Klage auf Schadenersatz in Erwägung ziehen. Als Hauptgeschädigter steht natürlich Sri Lanka da, ohne Wasserkraftwerk aber mit den entsprechenden Schulden, mit seinen unzähligen Toten auf beiden Kriegsseiten. Ein Krieg, der auch wegen der israelitischen Profitgier unnötigerweise in die Länge gezogen wird.

Operation Jordanien

Der Mossad besitzt eine hervorragende Druckerei und gutausgebildete Spezialisten aus aller Herren Länder. Ihnen gelang, viele Passpapiere in der chemisch korrekten Zusammensetzung herzustellen. In den Mossad-Regalen lagert Papier für die meisten Pässe der Welt. Deshalb betreibt der Mossad im Keller der Akademie eine eigene kleine Papierfabrik sowie ein chemisches Labor vom Allerfeinsten. Ostrovsky sah bei seinem Besuch zum Beispiel über 1'000 kanadische Blankopässe. Viele Immigranten, werden nach ihrer Ankunft gefragt, ob sie ihre Pässe abgeben möchten, um Juden zu retten? So verfügt der Mossad über tausende von korrekten Pässen, die nach jüdischen und nichtjüdischen Namen, wie auch nach Alter sauber sortiert sind und auf die sofort zurückgegriffen werden kann.

Die gleiche Fabrik produzierte auch jordanische Dinars, die gegen US$ eingetauscht wurden. Mit diesen falschen Dinars wurde die schwache jordanische Wirtschaft richtiggehend überflutet, was die bereits schon chronische Inflation nochmals anheizte. Da können Notenbanker handeln, wie sie wollen. Wenn falsche Dinars ins Geldsystem reingepumpt werden, explodieren die Preise. Die Zeche bezahlt wie immer der kleine Mann von der Strasse.


Jitzak Rabins forcierter Amtrücktritt 1977

Der Katsa Efraim war in dieser Zeit der Verbindungsmann zum CIA mit Stationierung in Washington. Er rühmte sich offen, derjenige gewesen zu sein, der den Premier Jitzak Rabin nach dreijähriger Amtszeit gestürzt habe. Der Mossad hasste Rabin, da er vom Geheimdienst unbearbeitete Daten verlangte. Er lehnte, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die normalerweise angebotenen und bereits im Sinne des Mossads frisierten Versionen ab. Vom Mossad bewusst verfälschte Informationen, um in der Regierung oder der Knesset die Tagesordnung festlegen zu können. Der Mossad betrachtet sich selbst nicht nur als einer Nachrichtendienst und offenbart Allüren einer Diva oder Nebenregierung, die besser weiss, wo es tatsächlich lang geht.

Rabin wurde ein kleines Vergehen seiner Frau zum Verhängnis. Sie besass ein Bankkonto in New York mit weniger als US$ 10'000. Sie benützte es, wenn sie in Amerika war, obwohl ihre Ausgaben von der Regierung vergütet würden. Für israelische Bürger sind ausländische Bankkonten verboten. Der Mossad versah nun die Presse mit genauesten Informationen und der Fall kam ins Rollen. Leute mit ganz viel Dreck am Stecken bleiben aber so lange vom Mossad verschont, als sie echte Araberfresser sind.

Rabins Nachfolger, der rechtsextreme Araberhasser, Menachem Begin, wurde nun zur grossen Freude des Mossads neuer Premier. Dass dieser unflexible, total intolerante Begin im Jahre 1978 auch noch den Friedensnobelpreis erhielt, ist ein Jahrhundertwitz und eine Beleidigung für die würdigen Nobelpreisträger. Wie müssen die Verantwortlichen im Mossad gelacht haben?

Die Verarschung der USA und Saudi-Arabiens

Die Israeli Aeronautical Industries (IAI) lieferte zu Wucherpreisen aus Eigenbeständen, via ein unauffälliges Transitland, amerikanische Treibstoffreservetanks an Saudi-Arabien für deren F-16 Kampfflugzeuge. Die Saudis ärgerten sich über die unverschämten Preise und kontaktierten daraufhin die USA, um bei ihnen die Tanks zum Normaltarif einkaufen zu dürfen. Sofort wurde die ganze jüdische Lobby in den USA von Israel mobilisiert und diese begann sich mit ihrer ganzen Effizienz zu rühren. Ein Schrei der Empörung durchquerte die USA, da die mit Zusatztanks ausgerüsteten saudischen F-16 die Reichweite erreichten, um Israel theoretisch angreifen zu können. Die Amerikaner gaben dem politischen Druck nach. Die Israelis frohlockten und erfreuten sich weiterhin ihrer unangefochtenen Monopolstellung, um Saudi Arabien mit massiv überteuerten Reservetanks und auch anderem Kriegsmaterial zu melken. Man kann ja nichts dafür, dass die Gojims (Nichtjuden) solche Deppen sind und sich von der israelischen Propaganda einlullen lassen. Dadurch wurde die bereits schon mehr als gute Gewinnspanne der israelischen Rüstungsindustrie, nochmals zuungunsten der USA und der Saudis drastisch verbessert..

Wenn man bedenkt, auf welch schamlose Weise der engste politische Freund hinters Licht geführt wurde und wie einfach dieser Sachverhalt beweisbar ist, wäre es sehr begrüssenswert, würden US-Ankläger beispielsweise diesen Fakt genauer unter die Lupe nehmen. Auch die Saudis sollten an einer Zusammenarbeit interessiert sein. Sie wurden richtiggehend abgezockt. Es würden einige hochrangige Repräsentanten des Staates Israel in ganz kurzen Hosen dastehen.

Panama - Mike Harari der starke Mann Noriegas

Eine der undurchsichtigsten Figuren mit Mossad-Vergangenheit und ein Musterbeispiel an moralischem Verfall, Verlogenheit und Dekadenz dürfte wohl Michael Harari sein. Mike Harari, war unter seinem Decknamen "Cobra" Chef von Metsada, einer topgeheimen Organisation innerhalb des Mossads, eines Mini-Mossads innerhalb des israelischen Geheimdienstes. Er wurde nach der missratenen Lillehammer-Operation, als ein unschuldiger Kellner vom Mossad fälschlicherweise als vermuteter Terrorist liquidiert wurde, aus dem offiziellen Geheimdienst verabschiedet.

Auf Seite 207 beschreibt Ostrovsky detailliert wie er, nach seinem erfolgreichen Abschluss beim Mossad, Mitte November 1985 ein Paket, das mit einem El-Al-Flug aus dem Fernen Osten angekommen war, an eine von Mike Harari gelieferte Adresse in Panama weiterzuleiten hatte. Er fuhr mit einem Subaru-Pkw zum Flugplatz, war aber bass erstaunt, ein Riesenpaket von den Ausmassen von 2 Meter x 3 Meter x 1,5 Meter oder neun Kubikmetern vorzufinden. Ein Unding, ganz in Plastik gewickelt,bestehend aus lauter kleinen Päckchen. Er befragte seinen Chef Amy Yaar, was in dem Paket sei und erhielt die Antwort: "Das geht dich nichts an." Am Flughafen wurde das Paket nicht in ein panamesisches Flugzeug verladen, sondern in ein Flugzeug der israelischen Luftwaffe. Ostrovsky beanstandete, hier müsse wohl ein Missverständnis vorliegen. Er erhielt die Antwort: "Nein, nein. Das Flugzeug ist an Panama ausgeliehen."

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, während der Regierungszeit des Friedensnobelpreisträgers Begin, so um das Jahr 1979 herum, als die USA die Mohnanbauer in Thailand zu Kaffeebauern umschulten, schickte der Mossad ebenfalls Geheimdienstleute nach Thailand. Offiziell, um den Bauern beim Kaffeeanbau zu helfen und Liebkind bei den Amerikanern zu spielen. Die echte Absicht war, den bedrängten Bauern gleichzeitig beim Opiumexport zu helfen und so Gelder für verdeckte Mossad-Operationen zu beschaffen (Seite 311 ff.). Es ist kein Ruhmesblatt für einen souveränen Staat, in den offenen Drogenhandel verwickelt zu sein, solange der Profit genügend gross ist. Wie würden die Amerikaner, die den moralischen Zeigefinger gerne hochhalten, wohl reagieren, wenn ein arabischer Staat das Gleiche getan hätte? Man spräche von einem Schurkenregime und CNN und Konsorten würden während den besten Sendezeiten, dieses Land in die Pfanne hauen. Es ist zutiefst widerlich, mit welch verschiedenen Ellen im Nahen Osten gemessen wird.

Es spricht gegen Israel, dass dieser Drogenboss und Waffenschieber, der während seiner gut zehnjährigen Panama-Zeit, in der Ersten Liga des Drogenhandels sein tödliches Unwesen trieb, daraufhin in der Funktion eines Honorarkonsuls von Panama in Israel lebte. Obwohl offiziell ein zurückgetretener Mossad-Mann, betrieb er seine trüben Geschäfte weiterhin mit staatlicher Rückendeckung. Am 19. Dezember 1989 wurde Harari beim Verlassen des Hauses der Frau von General Noriega um 19 Uhr zum letzten Mal beobachtet. Am 20. Dezember erfolgte die Invasion der Amerikaner, um General Noriegas Drogenregime zu stürzen und wieder einigermassen gesittete Verhältnisse in Panama einzuführen.

Der wichtigste Vertrauensmann von General Noriega, Mike Harari wurde mit einer Vorwarnzeit von sechs Stunden avisiert. Er konnte, so wurde beobachtet, mit einer israelischen Maschine noch rechtzeitig nach Israel flüchten.* Es gibt zuviele Sayanim in der amerikanischen Politik und Armee. Es überrascht keinesfalls, dass die Panamesen im Gefängnis sitzen, während die Israelis für die gleichen Vergehen straffrei bleiben. Sie stehen sozusagen über dem Gesetz. Für General Noriega waren die Fluchtwege blockiert, da seine versteckten Flugzeuge und Boote ausgekundschaftet und vor dem Angriff bereits zerstört wurden. Harari, offiziell zwar nur die Nummer Zwei in Panama, war unzweifelhaft der unangefochtene Boss und Drahtzieher für alle kriminellen Operationen. Der wahre Organisator sämtlicher Schmutzgeschäfte wie Waffenschiebereien und Drogenhandel. Er wurde in Panama Mr. 60% genannt.

Die CIA wusste selbstverständlich, dass Hariri Länder wie Nicaragua, Cuba und Israel bereiste. Die CIA war sich im klaren, jede Seite wurde von diesem skruppellosen Mann mit Waffen und Drogen belieferte, wenn der Gewinn stimmte. Auch die Kubaner finanzierten ihre militärischen Einsätze in Afrika und Zentralamerika aus dem Drogengeld. Wir wissen aus dem Irangate und von Oliver North, der Gewinn aus dem illegalen Waffenhandel mit dem Iran, in den die Israelis ebenfalls verstrickt waren, wurde den Contras in Nicaragua für Waffenankäufe zur Verfügung gestellt. Harari hat Panama nie als souveränen Staat, nicht mal als Bananenrepublik betrachtet, sondern als seine eigene Firma, mit der man die schmutzigsten Geschäfte abwickeln konnte. Und wohin der Koks schlussendlich verschifft wurde, wo die Endabnehmer waren, dürfte jedem meiner Leser klar sein. Zum besten Freund Israels, ins gelobte Amerika.

1987 verlangten die USA, Israel möge mit Noriega brechen. Die Gewinne waren aber derart lukrativ, das Waffengeschäft so unglaublich rentabel und die Drogengewinne astronomisch, dass es Israel auf eine "Verstimmung" mit dem grossen Gönner ankommen liess.

Harari dürfte ein sehr reicher Israeli sein. Als versierter Mossad-Mann ist er mit einer wasserdichten finanziellen Tarnung versehen. Dieser Mann wird niemals wegen einem US$ 10'000 Konto auffliegen. Wahrscheinlich haben wichtige Entscheidungsträger in Israel von ihm grosse Summen für verdeckte Operationen erhalten. Solche Freundschaftsdienste schaffen einen festen Kitt auch fürs Rentenalter.

*www.washington-report.org/backissues/0290/9002005.htm

Ein Geheimdienst in Dekadenz

Mitte Juli 1984 musste VO unter anderem alles Notwendige für eine Gruppe von Israelis vorbereiten, die in Südafrika die Geheimpolizei trainierte. Es galt insbesondere, die schwarze Bevölkerung ruhig zu stellen. Gleichzeitig sollte er am Flugplatz auch Leute aus Sri-Lanka abholen. Sein Chef Amy warnte: "Wenn diese Kerle ankommen, verzieh keine Miene. Mach gar nichts." "Wie meinst du das?" fragte VO. "Nun, diese Burschen sehen aus wie Affen. Sie kommen aus `ner Gegend, die unterentwickelt ist. Die sind noch nicht lange von den Bäumen runter. Erwarte also nicht zuviel."

Eine hochrangige Gruppe von Offizieren aus Sri Lanka , die sich Radarausrüstungen anschauen wollten, wurden vom Repräsentanten der Firma Alta in Ashdod empfangen. Der Verkäufer sah sofort, dass die Spezifikationen von einer britischen Konkurrenzfirma stammten und sagte zu VO: "Das ist doch für die nur eine Pflichtübung. Sie werden unseren Radar nicht kaufen. Diese Burschen wissen also schon, was sie kaufen wollen. Gib ihnen eine Banane und schick sie wieder nach Hause. Du verschwendest nur deine Zeit." Dieser Alta-Verkäufer verhöhnte daraufhin die Sri-Lanker und präsentierte ihnen ein Absaugsystem zur Reinigung von Hafenbecken als Super Radaranlage, die einen schwimmenden Menschen orten und seine Schuhgrösse, seinen Namen, seine Adresse und die Blutgruppe bestimmen könne. Als er seinen Vortrag beendet hatte, dankten die Offiziere und versicherten, dieser technischen Fortschritt hätte sie wirklich überrascht.

Als ehemaliger Mitarbeiter bei einem echten Weltkonzern, der in der Forschung auch heute an der absoluten Weltspitze steht, betreute ich viele Ausländer aus Lateinamerika, Asien und Afrika. Ein solch schnoddriger Ton und eine solch unverblümte, offene Verachtung gegenüber Besuchern und Gästen, die nichts kaufen, wie es sich der Mossad oder die Kleinfirma Alta erlauben, spricht für jüdische Überheblichkeit. Jeder macht mal einen Witz und in vielen von uns schlummert wahrscheinlich ein kleinerer oder grösserer Rassist. Aber was die Israelis sich an Verachtung gegenüber anderen Rassen herausnehmen, geht auf keine Kuhhaut. Die Sri Lanker waren keine Asylanten. Sie haben ihre Kurse und Waffensysteme teuer bezahlt und wurden als Halbaffen abgetan.

Falls im deutsprachigen Europa wieder mal das professionelle Gezeter der organisierten jüdischen Lobby losgeht, wobei sie ihre tiefste Besorgnis über die Anzeichen von aufkommendem Antisemitismus und Rassismus äussert, dann können sie getrost diese wahre und zutiefst rassistische Begebenheit entgegenhalten. Sie stammt aus erstklassiger jüdischer Quelle. Von einem flotten und aufrichtigen Israeli, der den Anstand noch nicht verloren hat.

Ein Katsa muss verheiratet sein, um überhaupt in den Mossad aufgenommen zu werden. Das berechtigte Argument lautet, man könnte sonst ein schönes Mädchen auf ihn ansetzen. VO schreibt wörtlich: "Andererseits vögelten alle herum, wobei die Erpressbarkeit natürlich stieg, und alle wussten das." Dieses Laster wurde vom Mossad stillschweigend toleriert. Es gab in den 80iger Jahren nachts regelmässig wilde Partys am Swimming Pool der Akademie. Alle Dienstgrade der Katsas bis und mit Ausbildungschef der Akademie, samt Sekretärinnen und Soldatinnen vergnügten sich splitternackt, schwammen im Pool, tanzten oder vögelten nach guter alter Vaters Sitte herum. Die Mossad-Akademie gilt als der sicherste Ort in Israel. Hier kamen keine Terroristen rein und ganz sicher hatten und haben auch Ehefrauen keinen Zutritt. Dass dieses Treiben auf die Kadetten, welche noch in der Ausbildung standen und mit ungeheuchelter und ehrlicher Hochachtung zu ihren Ausbildnern emporschauten, ein etwas anderes Bild vom Mossad vermittelte, ist offensichtlich.

Ostrovsky erhielt ebenfalls die Gelegenheit, in der Abteilung Kaisarut (Liaison) im Ressort Fernen Osten und Afrika zu arbeiten, das von Amy Yaar geführt wurde. Eines Tages erschien ein unbekannter Mann mit der Bitte, einen Vertrag zu unterschreiben, der eigentlich vom Premierminister gebilligt werden müsste. Es ging um nicht weniger, als den Verkauf von 20 bis 30 amerikanischen Skyhawk-Kampfflugzeugen nach Indonesien. Ein Geschäft, das dem Waffenhandelsabkommen zwischen dem Originalproduzenten USA und Israel widersprach. Derartige Waffenverkäufe bedürfen weltweit der amerikanischen Zustimmung, da sie das Kräftegleichgewicht in der Welt je nach Region drastisch verändern. "Tut mit leid, Herr Peres ist nicht da." Der Kerl drehte durch und verlangte nach Amy. Nach zwanzig Minuten verliess er dessen Büro mit dem vom "Premierminister" unterschrieben Vertrag und grinste: "Offenbar war Herr Peres doch da." Es soll niemand erzählen, Israel sei ein Land, das tatsächlich der Ersten Welt angehört. Wenn ehemalige Geheimdienstleute sich solche Deals mit getürkten Unterschriften erlauben, sogar bis und mit der Blankounterschrift des Premierministers arbeiten, dann wird es für die Weltsicherheit gefährlich. Gewiss wurde ein Grossteil des Profits dem Staat Israel abgeliefert. Ein schönes Trinkgeld, für die noch immer aktiven und bereits aus dem Dienst ausgeschiedenen Katsas, dürfte mit Sicherheit noch rausgeschaut haben.

Während der Mossad-Ausbildung wurde ein Intensivkurs in Fotografie mit versteckten Kameras und auch insbesondere mit Nachtfotoausrüstung durchgeführt. Ein Kadett platzierte sich auf einem Hügel in den Sanddünen und fotografierte Männer, die sich mit Huren in den eigenen Autos vergnügten. Dank der ausgezeichneten Ausrüstung und der starken Objektiven konnte er eine Sammlung hervorragender Bilder zusammenstellen. Ausserdem hatte er zwischenzeitlich bereits beim Mossad gelernt, in den Polizei-Computer einzudringen. So konnte er nun in aller Ruhe die Adressen ermitteln und die Ehemänner erpressen. Er rühmte sich offen bei seinen Kollegen, eine Menge Kohle zu machen. Die Sache flog auf und VO war überzeugt, der Fehlbare würde jetzt rausgeworfen. Dem war nicht so. Wahrscheinlich sahen einige Vorgesetzten ein rechtes Mass an Eigeninitiative bei diesem Kandidaten. Im Mossad sitzen ganz sicher nicht die Besten, im Mossad sitzen die "Richtigen". Und bei der Auswahl dieser "Richtigen", haben die alten Katsas ein gewichtiges Wort mitzureden, weil sie eben die "Richtigen" sind. Es ist wie in einer korrupten Gesellschaft. Nur wer mitspielt, kann aufsteigen. Der Kadett Pinhas M. hat ganz offensichtlich ein schäbiges strafbares Delikt, nämlich Erpressung begangen. Eine Straftat, die auch in Israel zu ahnden wäre. Aber er verblieb beim Mossad. Allein dieser Fakt sollte den Geheimdiensten anderer Nationen als Warnung dienen.

Brief der 11

Ende 1975 hatten elf Katsas ein Schreiben an den damaligen Mossad-Chef gerichtet. Sie hielten fest, der Mossad stagniere, sei verschwenderisch mit seinen Mitteln und habe ein problematisches Verhältnis zur Demokratie. Im Mossad ist er als "der Brief der 11" bekannt. Zehn dieser Katsas wurden daraufhin rausgeworfen. Oren Riff wurde als einziger Überlebender zweimal bei seiner Beförderung übergangen. Als er Einsicht in seine Akte verlangte, wurde ihm lapidar mitgeteilt, sie sei verlegt worden. Es wird nie mehr im Mossad einen "Brief der 11" geben, denn ab diesem Zeitpunkt dürfen nur noch zwei Katsas ein Schreiben unterzeichen. Noch pragmatischer und schnoddriger kann Opposition und Kritik nicht mehr unterbunden werden.

Der Mossad erlaubt sich Freiheiten, die kein westliches Land der Ersten Welt von seinem Geheimdienst tolerieren würde. Der israelische Verteidigungsminister Ezer Weizman, ehemaliger Pilot und stellvertretender Oberkommandierender im Sechs-Tage-Krieg, ein tapferer und patriotischer Berufsoffizier galt als Araber-Freund. Aus diesem Grunde stufte man ihn beim Mossad als Verräter ein. Er erhielt keinen weiteren Zugang zu topgeheimen Informationen. Wenn ein Kriegsheld und Verteidigungsminister als Verräter eingestuft wird, dann steht dieser Geheimdienst mit Gewissheit jenseits von Ultrarechts. Er hat die Schwelle zur Paranoia definitiv überschritten.

Israel hatte bis vor kurzem einen ausgewiesenen Falken als Premierminister. Im Volksmund wurde dieser Herr mit fragwürdiger Vergangenheit auch Bulldozer genannt. Auch sein Nachfolger ist ein ausgeprägter Nationalist. Der gleiche Staat besitzt einen Geheimdienst, der nur einen toten Araber als guten Araber betrachtet. Und Israel verfügt über genügend Nuklearwaffen, um einen Dritten Weltkrieg vom Zaune zu reissen.

Das christliche Europa hat den Juden viel Unrecht angetan und diese Verbrechen gilt es einzugestehen. Aber es darf nicht sein, dass der Westen aus einem falsch verstandenen Schuldgefühl heraus, alle israelischen Untaten toleriert. Wir können doch nicht zuschauen, wie die Soldateska eines Militärstaates, in Zusammenarbeit mit dem paranoiden Geheimdienst einer kleinen 17-Millionen-Glaubensgemeinschaft, die beiden grössten Glaubensbekenntnisse - zwei Milliarden Christen und über eine Milliarde Moslems - in den alles zerstörenden Dritten Weltkrieg verwickeln.

Beim Mossad muss die Frage ernsthaft gestellt werden: Ist er der beste Geheimdienst oder lediglich die professionellste, skrupelloseste und supereffizienteste kriminelle Vereinigung der Welt. Oder ist er gar beides in einem?

Dogmen & Indoktrination
Altes Testament
Bibel & Exodus
Bibel & Prophetie
Terror Islam
Hexe von Endor
Judentum
Religiöse Verblendung
Vater Sohn & Heiliger Geist
Würgeengel

Ethik & Gesellschaft

Arbeitslosigkeit

Diskriminierung
Intelligenz im All
Kindesmissbrauch
Positiver Konflikt
Sexuelle Gewalt

Politik & Arroganz
Achse der Arroganz
Irak Abenteuer
Mossad Verbrechen  
Plünderung Russland
Politik & Heuchelei

      © Unrecht.org
           Luzius Elmer
 lic.oec.