Rassenwahn & Verblendung









Religiöse Verblendung vom Mittelalter bis heute

Die Schwarze Pest und ihre Folgen

Im Jahre 1348 erreichte die Pest, die sich von Italien aus über ganz Europa verbreitete, den Sitz des Papstes in Avignon. Selbst der "Repräsentant Gottes auf Erden", der Papst mit all seinen Kardinälen konnte dieser Plage keinen Einhalt gebieten. Und wie in allen Städten anderswo wurde auch in Avignon die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft. Ein wahrlich böses Omen für das christliche Europa.

Die zutiefst verunsicherten Menschen sahen in dieser Plage eine göttliche Strafe für ihren moralischen Verfall. Die Laienbewegung der Flagellanten entstand, die sich zur Busse die eigenen Rücken blutig peitschten und mit diesem Unsinn lediglich die körpereigene Abwehr noch zusätzlich schwächten und der Ausbreitung der Pest unbeabsichtigt Vorschub leisteten. Auch die Selbstgeisselung nutzte selbstverständlich nichts. Nackte Panik brach aus. Nachbarn griffen Nachbarn an, ein jeder kämpfte gegen jeden.

In diesem Klima der Verunsicherung setzte sich allmählich eine, die breite Bevölkerung umspannende, Vermutung oder Ahnung durch. Heute würde man von einem Trend- oder Meinungsbildungsprozess sprechen. Wer hatte ein anderes Gottesbild und wer anerkannte Jesus Christus nicht als den Erlöser der Menschheit? Die Antwort war klar. Die Juden waren anders! Und dies alleine genügte, um sie für schuldig zu befinden. Man bezichtigte sie der böswilligen Brunnenvergiftung. Unter Folter erzwungne Geständnisse bestätigten diesen Verdacht vollauf. Noch im selben Jahre 1348 wurden die ersten Juden systematisch verfolgt und in den südfranzösischen Städten Narbonne und Carcasonne auf Scheiterhaufen öffentlich verbrannt.

Von nun an gab es kein Halten mehr; alle Dämme der Vernunft und des Anstandes brachen. Die Judenverfolgung breitete sich noch rascher als die Pest über ganz Europa aus. Juden wurden selbst in denjenigen Ländern gefoltert und auf Scheiterhaufen verbrannt, die von der Verbreitung der Pest noch gar nicht betroffen waren. Hier soll zur Erinnerung ganz deutlich klargestellt werden: ein weiterer Umstand war wahrscheinlich noch entscheidender für die systematische Verfolgung der Juden als der religiöse Wahn an sich. Im 14. Jahrhundert gab es keine Banken oder Finanzsystem. Die Juden waren die offiziellen Geldverleiher, da ihnen alle anderen Berufe durch die Stände und Zünfte verwehrt waren. Nur bei ihnen bekam man Kredite und verhängnisvoll für das Judentum: bei ihnen hatte man folglich die Schulden. Starb der Jude und seine Familie, geschah ein Wunder! Alle Schuldner wurden schuldenfrei. Europa wurde beinahe schuldenfrei im pekuniären Sinne. Die moralische Schuld ist ja gottlob nicht messbar.

Die Pest liess sich selbst durch das "gottesfürchtige" Niedermetzeln der jüdischen Minderheit nicht aufhalten. 1349 kam sie nach England und forderte auch hier einen Blutzoll von 40 - 50% der Gesamtbevölkerung. In Europa wurde beinahe die Hälfte der Gesamtbevölkerung dahingerafft. Mit 25 Millionen Toten war sie mit Abstand die grösste Katastrophe, die Europa je erlebt hatte. Eine schlimme Zeit für die Christen. Katastrophal und entsetzlich für die in Europa lebenden Juden, die gleichzeitig einem Krankheitserreger, religiösem Fanatismus und abscheulichstem Sadismus und Arroganz zum Opfer fiehlen.

Die furchtbaren Folgen der Schwarzen Pest hebelten die alte Ordnung aus den Angeln. Ein verknöchertes, politisches System wurde destabilisiert. Auf einmal stand viel mehr Land für den einzelnen Pächter zur Verfügung. Jeder erhielt nun grössere Parzellen und dies sogar zu einem tieferen Pachtzins. Das Gesetz der Marktwirtschaft von Angebot und Nachfrage begann zu funktionieren und erstmals erzielte der Faktor Arbeit eine Anerkennung seines Wertes. So führten die verheerenden Folgen der Schwarzen Pest zur Geburt der Neuen Welt, zur Renaissance.


Die Braune Pest und ihre Folgen

Wer kennt nicht das Bild mit der zynischen Inschrift "Arbeit macht frei", die über dem Eingangstor zum Konzentrationslager von Dachau stand. Es sollte alle KZ-Insassen mit einem falschen Hoffnungsschimmer versehen. Durch dieses Tor schritten zuerst Kommunisten und Sozialisten. Politische Gegner jeder Couleur, gefolgt von Kriminellen, Homosexuellen, Arbeitsscheuen, Zeugen Jehovas, Zigeunern und auf der untersten Stufe, wie könnte es wohl anders sein, die ewigen Sündenböcke, die Juden.

Nach der Reichskristallnacht verliessen die Juden dieses Tor nur noch für Weitertransporte in die polnischen KZs, aus denen es für sie keinen Austritt mehr gab. Die Vernichtung durch Arbeit war beschlossene Sache, weil die Herrenrasse sich anmasste, über Leben und Tod der Minderrassigen zu entscheiden. Es galt, neuen Lebensraum für die Arier zu schaffen. Halbwegs minderwertige Rassen wie die Slawen konnten noch als Knechte und Diener weiterleben. Für das Ungeziefer, wie es die Juden und Zigeuner für diese Verblendeten darstellten, gab es nur noch eine Lösung: die Endlösung.

Ohne religiöse Komponente oder Verbrämung hätte die Braune Pest diese menschenverachtende Politik beim Volk niemals durchgebracht. Die Folgen waren absolut verheerend, mit weit über 50'000'000 Toten, wobei die Sowjetunion mit 26'000'000 Gefallenen den höchsten Blutzoll bezahlte. Aber auch die Deutschen hatten 8'000'000 Tote zu beklagen. Ihr Land war total zerstört und jetzt lag das Stigma des Untermenschen plötzlich auf ihnen.

Es war eine schlimme Zeit für alle. Aber am katastrophalsten traf es wiederum die Juden. Mit 6'000'000 toten Glaubensbrüdern beklagten sie die systematische Ausrottung von zwei Dritteln ihrer Gemeinschaft. Und was noch mehr schmerzte und demütigte, war die Art und Weise, wie sie ausgerottet wurden. Nicht mal gegenüber Babys und Kindern liessen die braunen Schlächter Gnade walten. Die Braune Pest hat mehr Schande über ihr eigenes Land und Nation gebracht als jeder andere Tyrann und Verbrecher aller Epochen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Welt nicht mehr die Gleiche. Wirtschaftlich entstand die Europäische Union mit ihrem gewichtigen Binnenmarkt. Sicherheitspolitisch bündelt die NATO heute die militärische Stärke der einzelnen Länder und wird in Westeuropa jeden Krieg unter Brüdern unterbinden.

Gleichzeitig wurden aber auch im Nahen Osten die Weichen neu gestellt. Im Jahre 1947 konnte Israel dank der tatkräftigen und überaus wohlwollenden Unterstützung seitens der USA und Westeuropas die Unabhängigkeit ausrufen. Dies führte zu einer Vertreibung von 600'000 Palästinensern, die ihr Recht auf Rückkehr niemals aufgaben. Der Westen hat Israel mit hunderten von Milliarden US$, £, DM und Franken unterstützt. Heute ist Israel die dominante Militärmacht im Nahen Osten mit völkerrechtswidriger, illegaler, atomarer Aufrüstung.

Das zu Recht schlechte Gewissen der Christen gegenüber dem Judentum führte zur Parteilichkeit. Die Araber und insbesondere die Palästinenser grämen sich zutiefst über diese politische Haltung der USA und der europäischen Verbündeten. Unrecht darf nicht mit Unrecht vergolten werden. Es scheint, als müssten die Falschen, die Palästinenser die Zeche für unsere begangenen Gräueltaten und für unser kollektives, schlechtes Gewissen bezahlen. Als Folge davon, verwickelt ein aufflammender Islamismus unsere Welt in Angst und Schrecken. Immer strengere Sicherheitsvorkehrungen - sehen wir nur mal den Flugverkehr - engen uns ein, verursachen immense Kosten und reduzieren unsere Sicherheit und Lebensqualität.

Die Scharze Pest wurde durch das gramnegative Bakterium Yersinia pestis verursacht. Es dezimierte Europa und forderte im 14. Jahrhundert einen Blutzoll von 25 Millionen Menschen.

Das menschengeschaffene Bakterium "Intolerancia nazis" forderte bereits über 50 Millionen Tote. Wie viele Opfer wird das neue virulente Bakterium "America zionensis" wohl auf dem Gewissen haben? Eine Milliarde Muslims kochen vor Wut über die Ungleichbehandlung ihrer Glaubensbrüder durch die gezeigte und gelebte Arroganz der US-Führungsclique und ihres militanten Bulldogs Israel. Ein Militärstaat, der sich erlaubte, einen im vollen Friedensprozess aufblühenden Libanon, um 20 Jahre zurückzubomben. Eine in jeder Hinsicht unverhältnismässige Vergeltung, weil die militante Untergrundgruppe Hamas zwei israelische Soldaten entführte. Zur Anmerkung: auch die Amerikaner können trotz ihrer milliardenteuren Präsenz im Irak keinesfalls verhindern, dass tagtäglich Menschen getötet und entführt werden. Warum wird das grosse Amerika nicht mit gleichem Massstab für seine offensichtliche Unfähigkeit - Ruhe und Ordnung im Irak zu schaffen - bestraft und einzelne US-Städte zusammengebombt?

Die heutigen Bürger Israels befolgen nicht mehr das verachtenswerte, mit Sicherheit nicht von Gott stammende, brutale Gebot des Alten Testamentes: "Auge um Auge und Zahn um Zahn!"

Zuviele Israelis betrachten einen Araber klar als Ungeziefer, denn als Menschen. Und weil Israels Untaten von den übermächtigen Amerikanern immer gedeckt werden und jede Uno-Sanktion mit US-Veto abgeblockt werden kann, hat sich heutzutage ein noch unseligeres Gesetz im Nahen Osten durchgesetzt. Es lautet: "10 Araber gegen einen Israeli." Wie lange wird sich diese "Glücksformel" wohl noch halten? Die ehemaligen Opfer sind selbst zu Tätern geworden.

Wird die Opferzahl der sich anbahnenden, nächsten Weltkatastrophe mehr als zehnstellig?

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